Deutsch-litauische Militärpartnerschaft: Friedrich Merz betont die strategische Relevanz

Friedrich Merz (CDU) unterstreicht nach Gesprächen mit Litauens Regierungschefin Inga Ruginiené die zentrale Rolle der militärischen Allianz zwischen Deutschland und Litauen – nicht nur als Freunde, sondern als entscheidende Bündnispartner in Europas Sicherheit.

heute 14:51 Uhr | 3 mal gelesen

Das Treffen von Merz und der litauischen Premierministerin stand ganz im Zeichen der angespannten internationalen Sicherheitslage, ausgelöst durch den weiter schwelenden Krieg Russlands gegen die Ukraine. Für Merz ist klar: Deutschland wird der Ukraine auch künftig beistehen, denn ihr Widerstand betrifft laut ihm direkt das demokratische Gefüge Europas. Besonders betonte er, dass ohne die Ukrainer selbst kein tragfähiger Frieden entstehen könne – was eigentlich logisch klingt, aber immer wieder ausgehandelt werden soll, ohne alle am Tisch zu haben. Die Prinzipien Souveränität, territoriale Unversehrtheit und Völkerrecht nannte Merz als nicht verhandelbare Grundlage. Ebenfalls zur Sprache kam die Lage an der nördlichen Flanke der Nato. Merz erinnerte daran, dass Deutschlands Schutzgarantie für Litauen auch eine Schutzgarantie für die eigene Sicherheit sei – und so wirkt die Stationierung der Bundeswehrbrigade in Litauen fast schon wie eine Investition in das eigene Haus. Ganz im Sinne europäischer Selbstbehauptung forderte Merz zudem mehr Widerstandskraft gegen globale Konkurrenz. Er plädierte für ein Europa, das sich technologisch und wirtschaftlich unabhängiger macht – Stichwort technologische Souveränität. Außerdem brauche es konkrete Reformen: Weniger Bürokratie, ein stärkerer Binnenmarkt und gemeinsame industriepolitische Initiativen zwischen Deutschland und Litauen waren seine Ansätze. Und am Ende spürt man: Die Unsicherheiten sind groß, der Wille zur Kooperation aber auch.

Die Gespräche zwischen Merz und Ruginiené drehen sich vor allem um die sicherheitspolitische Partnerschaft angesichts des russischen Angriffs gegen die Ukraine. Merz hebt die Bedeutung gemeinsamer Verteidigungsprojekte hervor, insbesondere durch die dauerhafte Stationierung einer deutschen Brigade in Litauen – ein deutliches Signal der Solidarität innerhalb der NATO. Im wirtschaftlichen Bereich fordert Merz eine Stärkung der europäischen Industrie, weniger bürokratische Hürden und mehr technologischen Eigenantrieb. Ergänzend zur aktuellen Recherche: Laut FAZ blickt Litauen mit Sorge auf zunehmende hybride Angriffe an der Grenze zu Belarus und fordert mehr Unterstützung westlicher Partner (Quelle: [FAZ](https://www.faz.net)). Die Süddeutsche berichtet, dass Deutschland seine militärische Präsenz in Litauen trotz logistischer Schwierigkeiten laufend ausbaut, was vor Ort stark wahrgenommen wird (Quelle: [Süddeutsche](https://www.sueddeutsche.de)). Spiegel Online hebt hervor, dass sich angesichts steigender Spannungen in der NATO die Abstimmung zwischen Berlin und den baltischen Staaten noch intensiviert hat, um Bündnissolidarität glaubhaft zu demonstrieren (Quelle: [Spiegel](https://www.spiegel.de)).

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