Manchmal reicht schon ein Blick auf die nüchternen Zahlen, um ein mulmiges Gefühl im Bauch zu bekommen: Die DIHK hat ihre Erwartungen an das Wirtschaftswachstum für 2026 deutlich nach unten geschraubt – von noch 1 Prozent zum Jahresanfang auf jetzt magere 0,3 Prozent. Bemerkenswert, wenn man sich an die Anfänge des Jahres zurückerinnert und die Hoffnung, dass die Talsohle nach Corona und Energiekrise endlich überwunden sein könnte. Statt Aufbruchstimmung also wieder Katerstimmung in den Chefetagen der Unternehmen. In der jüngsten Umfrage – übrigens mit stattlichen 23.416 Teilnehmern – äußerten sich 26 Prozent der Firmen so pessimistisch über die aktuelle Lage wie seit den Hochzeiten der Pandemie nicht mehr. Noch drastischer: Nur 13 Prozent glauben an Besserung innerhalb der nächsten zwölf Monate, während ein Drittel gar sinkende Geschäfte fürchtet. Bürokratie, Arbeitskosten, Steuern und vor allem die rapide gestiegenen Energie- und Rohstoffpreise machen es den Betrieben schwer, überhaupt noch an Wachstum zu glauben. Helena Melnikov von der DIHK bringt es auf den Punkt: Allein die internationalen Krisen – Stichwort Nahost – reichen aus, um den ohnehin fragilen Hoffnungsschimmer zu ersticken. Fast schon bezeichnend: Für satte 70 Prozent der Unternehmen sind die andauernden Preissteigerungen das größte Risiko. Da fragt man sich unwillkürlich, wie da noch Planungssicherheit entstehen soll.
Die deutsche Wirtschaft tritt auch 2026 auf der Stelle: Laut der neuen DIHK-Schätzung werden es nur noch 0,3 Prozent Wachstum sein. Fast ein Drittel der Unternehmen erwartet Rückgänge – und viele sehen die steigenden Energie-, Rohstoff- und Arbeitskosten als Hauptproblem. Überraschend ist, dass trotz erster Minischritte aus der Corona-Lethargie externe Schocks wie der Nahostkrieg die zarten Erholungsversuche erneut jäh abbremsen. Auch andere Nachrichtenportale berichten von Stagnation und warnen vor einer längeren Phase der Unsicherheit: Experten fordern unterdessen, strukturelle Reformen und Bürokratieabbau voranzutreiben, um für langfristige Stabilität zu sorgen.