DFB-Team lässt sich in North Carolina nieder: Das WM-Quartier steht

Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft macht Winston-Salem zum Zentrum ihrer WM-Vorbereitung 2026 – Trainingsplätze, Hotel und Nervenstärke inklusive.

09.01.26 16:02 Uhr | 11 mal gelesen

Mal ehrlich, wer hätte gedacht, dass Winston-Salem, eher bekannt für Tabak als für Tiki-Taka, zum deutschen WM-Mittelpunkt wird? Genau dorthin zieht es die Nagelsmann-Truppe: Standesgemäß residiert man im altehrwürdigen "Graylyn Estate" – also in einer Villa, deren Geschichte fast bis ins Verbot des runden Leders reicht. Gleich um die Ecke (im besten Fall einen Satz Fußballschuhe weit entfernt) liegen die Trainingsplätze der Wake Forest University. Praktisch: So bleibt man dem Horror endloser US-Fahrten verschont. Julian Nagelsmann lässt durchblicken, dass nicht nur die Grasnarbe hier stimmt: Die Lage, die kurze Wege garantiert, war ausschlaggebend. Knapp ein Jahr haben DFB-Boss Oliver Bierhoff (na gut, inzwischen arbeitet ein anderes Team, aber sinngemäß kommt es auf dasselbe raus…) und das Management verschiedene Quartiere durchleuchtet, bevor sie den Deal eingetütet haben. Im Juni steigt das Team erst in Chicago ab, wo ein Test gegen die USA wartet. Ab dann heißt es: Taschen packen und ab ins Base Camp. Wer wissen will, wie eng der Zeitplan gestrickt ist, der sollte einen Blick auf die Anstoßzeiten werfen: WM-Auftakt am 14. Juni in Houston gegen Curacao, gefolgt von Duellen mit der Elfenbeinküste in Toronto und Ecuador in New York/New Jersey. Übrigens: Ein Medienzentrum vor der Haustür – auch nicht selbstverständlich. Vielleicht hilft der frische Wind aus North Carolina, alte WM-Flüche zu vertreiben…

Das DFB-Team hat sich für die Fußball-WM 2026 für ein Quartier in Winston-Salem (North Carolina) entschieden – das "Graylyn Estate" dient als Unterkunft, während auf dem nahen Universitätsgelände trainiert wird. Die zentrale Lage und die ausgezeichneten Trainingsbedingungen werden als große Vorteile gesehen, um die häufigen, langen Fahrzeiten in den USA zu minimieren. Die Nationalmannschaft bereitet sich ab Anfang Juni in den USA vor und trifft in der Gruppenphase auf Curacao, die Elfenbeinküste und Ecuador. Interessant ist, dass andere Nationen ganz unterschiedliche Strategien beim WM-Quartier wählen: Manche setzen auf Metropolnähe, andere auf Abgeschiedenheit für maximale Konzentration. Es gibt Stimmen, die den Mix aus Tradition (altes Anwesen) und Moderne (Campusleben) für den besonderen deutschen "Spirit" loben – und andere, die ein leichtes Unbehagen verspüren, so weitab von klassischen Fußballspotlights zu residieren. Für die Mannschaft ist neben der Vermeidung weiter Wege und guten Bedingungen vor allem die Gemeinschaft im Base Camp entscheidend – ein Aspekt, der als Schwachstelle der letzten Turniere galt. Und wie die aktuelle Tagespresse betont: Am Ende zählt, was auf dem Platz passiert – ungeachtet idyllischer Szenerien oder strategischer Überlegungen.

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