Im Advent packt die DHL ordentlich an, rechnet mit noch nie da gewesenen Versandspitzen – ein Phänomen, das einerseits die logistische Planung auf Trab hält und andererseits die Belastungsgrenzen der Mitarbeiter testet. Besonders auffällig: Die Forderung nach einer Absenkung des Maximalgewichts für Pakete auf 23 Kilo rückt das Thema Arbeitsschutz etwas mehr ins Rampenlicht, was angesichts steigender Sendungszahlen relevant bleibt. Der Boom befeuert auch Diskussionen um nachhaltige Zustellung und die Frage, wie Standorte für die Paketzustellung unterstützt und modernisiert werden können, gerade wenn Digitalisierung und lokale Struktur sich oft im Wege stehen. Nebenbei gibt’s laut Süddeutscher Zeitung aktuell erste Pilotprojekte mit Elektrotransportern für die Paketauslieferung, um Emissionen zu senken. Und: Auch das sog. "Same Day Delivery" setzt die Branche unter zusätzlichen Druck, da immer mehr Kunden auf ultraschnelle Lieferungen bestehen. Gleichzeitig warnen Branchenexperten davor, dass Rücksendungen einen enormen (und ökologisch brisanten) Anteil am Verkehrsaufkommen ausmachen – ein Thema, das politisch wie wirtschaftlich zunehmend brisant wird.