DHL rechnet zu Weihnachten mit Paketrekord

Zur Vorweihnachtszeit werden mehr als zwölf Millionen Sendungen an einem Tag über DHL laufen – die Deutsche Post bereitet sich mit Extra-Personal vor.

30.11.25 00:03 Uhr | 93 mal gelesen

Im Schnitt plätschert der Paketstrom hierzulande so zwischen etwa sechs und sieben Millionen Stück pro Tag dahin. Kaum bricht aber die Adventszeit an, drehen die Zahlen ziemlich auf – über zwölf Millionen einzelne Pakete, prognostiziert DHL, könnten an den Mega-Tagen vor Heiligabend quer durchs Land poltern. Spannend: Nikola Hagleitner, waschechte Post-Vorständin, erzählte der 'Bild am Sonntag', man rekrutiert dafür sage und schreibe 11.000 zusätzliche Kräfte. Damit das Geschenk für Tante Ruth nicht im Zentrallager versauert, gilt als Frist: Spätestens 20.12. aufgeben. Eilige können Express noch bis zum 22. riskieren. Nebenbei – weniger öffentlich diskutiert, aber total nachvollziehbar – meint Hagleitner, statt der fiesen 31,5-Kilo-Pakete würden dem Team 23 Kilo als Obergrenze reichen. ‘Ist am Ende doch Knochenarbeit’, meinte sie gegenüber dem Blatt. Verrückt eigentlich, wie wenig man über die Leute auf der letzten Paket-Meile weiß.

Im Advent packt die DHL ordentlich an, rechnet mit noch nie da gewesenen Versandspitzen – ein Phänomen, das einerseits die logistische Planung auf Trab hält und andererseits die Belastungsgrenzen der Mitarbeiter testet. Besonders auffällig: Die Forderung nach einer Absenkung des Maximalgewichts für Pakete auf 23 Kilo rückt das Thema Arbeitsschutz etwas mehr ins Rampenlicht, was angesichts steigender Sendungszahlen relevant bleibt. Der Boom befeuert auch Diskussionen um nachhaltige Zustellung und die Frage, wie Standorte für die Paketzustellung unterstützt und modernisiert werden können, gerade wenn Digitalisierung und lokale Struktur sich oft im Wege stehen. Nebenbei gibt’s laut Süddeutscher Zeitung aktuell erste Pilotprojekte mit Elektrotransportern für die Paketauslieferung, um Emissionen zu senken. Und: Auch das sog. "Same Day Delivery" setzt die Branche unter zusätzlichen Druck, da immer mehr Kunden auf ultraschnelle Lieferungen bestehen. Gleichzeitig warnen Branchenexperten davor, dass Rücksendungen einen enormen (und ökologisch brisanten) Anteil am Verkehrsaufkommen ausmachen – ein Thema, das politisch wie wirtschaftlich zunehmend brisant wird.

Schlagwort aus diesem Artikel