Fratzscher setzt sich dafür ein, die Bürger wegen der gestiegenen Spritpreise durch direkte Finanzhilfen zu unterstützen – er verweist hier auf die Energiekostenpauschale aus dem Jahr 2022 als gutes Beispiel. Ein Tankrabatt hingegen würde laut ihm vor allem Wohlhabende bevorzugen und breite Schichten benachteiligen. Die Politik solle vielmehr Anreize schaffen, sparsam mit fossilen Brennstoffen umzugehen und Alternativen wie öffentlichen Nahverkehr zu stärken. Auch autofreie Sonntage und ein Tempolimit hielt Fratzscher für denkbar, sowie eine temporäre Senkung der Mehrwertsteuer auf Nahrung – alles Maßnahmen, die sowohl entlasten als auch lenken könnten.
DIW-Präsident Fratzscher warnt vor einem möglichen Wiederaufflammen des Iran-Konflikts und den damit verbundenen schweren Folgen für die Welt- und insbesondere die deutsche Wirtschaft. Die aktuelle Waffenruhe sei brüchig; finanzielle Soforthilfen für die Bevölkerung sind aus seiner Sicht notwendig, ein Tankrabatt jedoch kontraproduktiv. Ergänzend dazu schlägt Fratzscher Maßnahmen wie Tempolimit, autofreie Sonntage sowie steuerliche Entlastungen bei Lebensmitteln vor, um gezielt gegenzusteuern. Nach aktuellem Stand (Juni 2024) ist die Lage im Iran- und Nahostkonflikt instabil geblieben. Mehrere Quellen berichten, dass trotz kurzer Entspannungsphasen immer wieder mit neuen Angriffen oder diplomatischen Rückschlägen gerechnet wird. Hinzu kommen Berichte, dass auch Europas Wirtschaft unter den hohen Energiepreisen und Lieferkettenausfällen leidet. Die Bundesregierung steht weiterhin unter Druck, sozial ausgewogene Entlastungspakete zu schnüren, wobei über Instrumente wie eine neue Energiepauschale, gezielte Steuerentlastungen und Infrastrukturmaßnahmen debattiert wird. Gerade im Bereich Mobilität – etwa durch Debatten zu Tempolimits, autofreien Tagen und Förderung des Nahverkehrs – bleiben politische Gegensätze bestehen, doch viele Fachleute halten diese Optionen weiterhin für sinnvoll.