Dobrindt bringt Aigner als mögliche Bundespräsidentin ins Gespräch

Alexander Dobrindt, prominenter CSU-Politiker, denkt laut über Ilse Aigner als nächste Bundespräsidentin nach und steht mit dieser Idee nicht allein.

heute 13:37 Uhr | 4 mal gelesen

Manchmal kommt so ein Gedanke ja scheinbar aus dem Nichts – und bleibt dann hartnäckig hängen. Alexander Dobrindt jedenfalls, bekanntlich einflussreich innerhalb der CSU, kann sich gut vorstellen, dass Ilse Aigner im kommenden Jahr als Bundespräsidentin kandidiert. „Klingt für mich nach einem brauchbaren Ansatz“, äußerte er gegenüber dem 'Spiegel', wohlgemerkt nicht ohne einen leisen Vorbehalt in der Stimme. Die Idee an sich ist nicht brandneu – zuletzt hatte Markus Söder, CSU-Chef, seine Parteifreundin ebenfalls als Kandidatin ins Spiel gebracht. Die Entscheidung, wer künftig das unterschätzte, aber symbolisch so aufgeladene Amt übernimmt, liegt bei der Bundesversammlung – die tritt im nächsten Frühjahr zusammen. Ob Aigners Name dann tatsächlich auf dem Stimmzettel steht, bleibt vorerst, wie so vieles in der Politik, ein offenes Spiel.

Ilse Aigner, langjährige CSU-Politikerin und derzeit Präsidentin des Bayerischen Landtags, gilt parteiintern als verlässliche und erfahrene Persönlichkeit. Ihre mögliche Kandidatur für das Amt der Bundespräsidentin wird nicht nur von verschiedenen CSU-Größen wie Dobrindt und Söder in Betracht gezogen, sondern könnte, falls es zu einer offiziellen Nominierung kommt, die parteiübergreifende Debatte um eine weibliche Nachfolge für Frank-Walter Steinmeier neu beleben. Aktuell sind jedoch auch andere Namen im Gespräch, während die SPD und die Grünen noch keine endgültige Position zu einer weiblichen Kandidatur bezogen haben – gerade die Dynamik in den Parteien und potenzielle Überraschungskandidaten könnten für Unruhe im Vorfeld der Bundesversammlung sorgen.

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