Kaja Kallas, die als EU-Außenbeauftragte eine Schlüsselrolle in der europäischen Außenpolitik spielt, hat am Rande eines Treffens in Brüssel ihre Zurückhaltung mit Blick auf einen kurzfristigen Durchbruch im Ukraine-Krieg bekräftigt. Nach ihrer Einschätzung fehlen auf russischer Seite ernsthafte Absichten, den Konflikt politisch beizulegen, was sie deutlich pessimistischer stimmt als einige amerikanische Beobachter. Betrachtet man den aktuellen Stand der Kämpfe und die diplomatischen Aktivitäten der letzten Wochen, zeigt sich Europa nach wie vor auf der Suche nach Lösungswegen, trotzdem scheint ein echter Wendepunkt weiterhin außer Reichweite – das bestätigt nicht nur Kallas, sondern auch zahlreiche internationale Stimmen. Darüber hinaus ist erwähnenswert, dass Russland und Ukraine zwar an einzelnen Orten erneut Gespräche geführt haben, aber substanzielle Fortschritte blieben bislang aus. Einige Analysten argumentieren, dass sich das Machtgleichgewicht auf dem Schlachtfeld vorerst kaum zu Gunsten einer schnellen Verhandlungslösung verschieben wird. Erwähnenswert ist dabei, dass viele EU-Mitgliedstaaten trotz der schwierigen Perspektive an der Unterstützung der Ukraine festhalten.