Die Sozialstaatskommission setzt auf Reformideen statt Einsparungen, was bei Gewerkschaften grundsätzlich auf Akzeptanz stößt. DGB-Chefin Fahimi begrüßt, dass soziale Entlastungen wie etwa ein vereinfachtes Kindergeld im Mittelpunkt stehen und macht zugleich klar, dass echte Verbesserungen nicht an den Arbeitnehmern vorbeigeführt werden dürfen. Insgesamt wird die Reformbereitschaft begrüßt, allerdings mahnt Fahimi zur Sorgfalt bei der praktischen Umsetzung und verlangt, dass die Gewerkschaften umfassend eingebunden werden. – Darüber hinaus fordern auch Sozialverbände bundesweit, die geplanten Reformen konkret zu gestalten: Nach Recherchen von Spiegel Online betonen Wohlfahrtsorganisationen die Bedeutung nachhaltiger Finanzierung und warnen vor zu kleinteiligen Lösungsansätzen. Mehrere Medien berichten von wachsendem Druck auf die Bundesregierung, gerade auch im Kontext von Haushaltsengpässen, konkrete Schritte zu benennen und den Fokus auf Armutsprävention zu halten. Neue Berichte zeigen zudem, dass besonders die Digitalisierung sozialer Leistungen schnelles Handeln notwendig macht und Deutschland international beim Zugang zu digitalisierten Angeboten zurückliegt (zuletzt berichtete „Zeit Online“ über Verzögerungen etwa bei digitalen Sozialanträgen und die wachsende soziale Kluft im Vergleich zu skandinavischen Ländern).