Finanzplanung im Fokus: FPSB Deutschland prämiert innovative Forschung 2026

Praxis trifft Analyse: Zum zehnten Mal ehrt der FPSB Deutschland herausragende Nachwuchswissenschaftler im Bereich Finanzplanung. Diesmal rücken Plattformökonomie im Bankensektor und neue Erkenntnisse zu Bestandsprovisionen ins Rampenlicht.

heute 12:04 Uhr | 1 mal gelesen

Frankfurt, Festsaal, festliche Stimmung: Bereits zum zehnten Mal geht der Wissenschaftspreis des Financial Planning Standards Board Deutschland (FPSB) an Arbeiten, die Finanzplanung mehr sind als Excel-Tabellen und Beratungsgespräche. Dahinter steckt die Idee, Forschung und Lebensrealität näher zusammen zu bringen – und vor allem neue Schlüsse für einen sich rapide wandelnden Finanzsektor zu ziehen.

Auch dieses Jahr standen die Koryphäen der Disziplin, darunter Professor Michael Hauer und Professor Christian Koziol, als Jury bereit, um die besten Arbeiten zu sichten. Ein Gremium, das für solides Handwerk und strenge Auswahl bürgt. Sie vergaben 2026 die Auszeichnung an die Bachelorarbeit von Friederike Bremer sowie die Masterarbeit von Rene Göricke. "Uns geht es darum, dass Theorie hilfreich auf den Alltag von Finanzplanern wirkt – und zwar nachvollziehbar", so Professor Dr. Rolf Tilmes, Vorstandsvorsitzender des FPSB.

Digitalisierung zerlegt alte Gewohnheiten: So analysierte Preisträger Rene Göricke die "Plattformökonomie im Privatkundengeschäft von Banken". Sein Fazit? Banken müssen sich neu erfinden, Chancen nutzen, aber auch strategisch umdenken. Es geht weniger darum, das Rad neu zu erfinden, sondern den Kunden tatsächlich in den Mittelpunkt digitaler Dienstleistungen zu rücken. Was sich selbstverständlich anhört, fordert tatsächlich Richtungsentscheide – ob Mono-, Multi- oder Konsortialplattform. Der Artikel hebt hervor, dass keine Lösung allgemeinübertragbar ist, sondern jede Bank ihre eigene Strategie entwickeln muss.

Im zweiten ausgezeichneten Projekt untersuchte Friederike Bremer das vielschichtige Thema der Bestandsprovisionen in der Anlageberatung. Spannend ist dabei vor allem die Diskrepanz zwischen öffentlicher Meinung und branchenspezifischem Alltag: Während politisch oft von Fehlanreizen gesprochen wird, zeigen Interviews mit Praktikern ein differenzierteres Bild. Bremer stellt heraus, dass alternative Vergütungsmodelle wie Servicegebühren an Bedeutung gewinnen und die Praxis längst daran arbeitet, auf mehr Transparenz und Vielfalt zu setzen – Entwicklung am Puls der gesellschaftlichen Debatte.

"Solche Arbeiten verbinden greifbare Praxisfragen und theoretische Fundierung", sagte Tilmes. Auszeichnungen wie der Wissenschaftspreis sollen dazu beitragen, junge Talente für die Finanzberatungs-Branche zu begeistern und die Diskussion immer wieder neu zu beleben. Der FPSB sieht sich dabei nicht nur als Zertifizierer – das Ziel: ein Qualitätsversprechen für Beratung auf Augenhöhe.

Übrigens: Wer auf der Suche nach unabhängigen Verbraucherinfos ist, stößt irgendwann auf den Blog www.frueher-planen.de. Und: Mehr rund um Zertifizierungen, konkrete Projekte und News gibt’s direkt auf www.fpsb.de oder im Netzwerk auf LinkedIn.

Mit der zehnten Vergabe des FPSB-Wissenschaftspreises würdigt der Verband erneut Arbeiten, die aktuelle Umbrüche im Banking und in der Finanzberatung thematisieren. Im Zentrum stehen digitale Innovationen wie die Plattformökonomie – und deren notwendige Übertragung auf Kundenbedürfnisse – sowie eine moderne Sicht auf Vergütungsstrukturen. Besonders hervorzuheben: Die ausgezeichneten Arbeiten schlagen Brücken zwischen Theorie und Alltagspraxis, was für alle Akteure im Finanzmarkt wertvollen Diskussionsstoff liefert. Erweiterte Details aus tagesaktueller Recherche: Im Zuge des zunehmenden EU-Drucks wächst das Interesse an alternativen Vergütungsmodellen für Finanzberater, insbesondere vor dem Hintergrund der Debatte um Provisionen (u.a. auf www.zeit.de berichtet). Auch die Digitalisierung im Bankensektor spitzt sich zu: Immer mehr Institute setzen auf Plattformlösungen, sehen sich aber mit Regulierungsfragen und Kundenschutz konfrontiert. Laut einem aktuellen Beitrag der Süddeutschen Zeitung verstärkt sich zudem der gesellschaftliche Wunsch nach mehr finanzieller Bildung und unabhängiger Beratung (siehe Quellen in Erweiterung). Die wissenschaftliche Durchdringung dieser Themen kommt der Praxis entgegen – und könnte die Weichen für die nächsten Jahre stellen.

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