Die Vorwürfe haben für Wulf deutlich gemacht, dass gesellschaftlicher Handlungsbedarf besteht: „Deepfakes stellen eine neue, teils perfide Form digitaler Gewalt dar, insbesondere gegen Frauen. Häufig sind sie Frontalangriffe auf die Würde einer Person, und das dürfen wir nicht länger zulassen.“ Ihrer Ansicht nach sollten Deepfake-Taten klar strafrechtlich verfolgt werden können – das Strafgesetzbuch müsse entsprechend erweitert werden. Zwischen ihren Sätzen klingt Entschlossenheit durch, aber auch ein deutlicher Appell, diese Entwicklung nicht kleinzureden.
Die Frauen Union in Niedersachsen reagiert auf einen möglicherweise mithilfe von Deepfake-Technologie begangenen Angriff innerhalb der CDU-Landtagsfraktion mit Forderungen nach schärferen Schutzvorkehrungen und einer Ausweitung strafrechtlicher Maßnahmen. Vorsitzende Mareike Wulf verlangt null Toleranz gegenüber digitaler Gewalt, bessere Meldeverfahren und klare gesetzliche Regeln, die auch Deepfake-Angriffe wirksam ahnden. Tatsächlich ist das Thema in ganz Deutschland brisant: Laut Berichten in mehreren überregionalen Medien wächst der politische Druck, den strafrechtlichen Rahmen an neue technologische Methoden der Manipulation und diffamierenden Attacken anzupassen, denn insbesondere Frauen werden online regelmäßig Ziel solcher gezielten Desinformationskampagnen, die häufig massiven persönlichen und beruflichen Schaden anrichten. Dabei fordern sowohl Politikerinnen als auch Datenschützer mehr Prävention, Beratungsangebote und einen Ausbau der digitalen Rechtsdurchsetzung, um Betroffene nicht länger mit den Folgen solcher Angriffe allein zu lassen.