Eierkrise zu Ostern? Supermarktregale könnten leerbleiben

Kurz vor Ostern steht Deutschland womöglich vor einem überraschenden Engpass an Eiern – viele Märkte melden bereits Lücken.

heute 13:51 Uhr | 5 mal gelesen

Es war beinahe zu erwarten – natürlich finden solche Engpässe immer dann statt, wenn sie am meisten auffallen. Bereits jetzt häufen sich Berichte über leere Eierregale, wie Margit Beck von der Marktinfo Eier & Geflügel (MEG) bestätigte. Ehrlich gesagt: Ein Ostersamstag ganz ohne Eier? Kaum vorstellbar, aber trotzdem möglich. Die Ursache liegt tiefer, als man im ersten Moment ahnt: Krankheiten wie die Vogelgrippe oder die (für mich recht unbekannte) Newcastle-Krankheit lassen die Legehennen-Bestände schrumpfen. Wer hätte gedacht, dass so etwas nach über 30 Jahren wieder zur Last werden könnte? Währenddessen schraubt sich die Nachfrage immer weiter in die Höhe – im Schnitt 252 Eier pro Jahr pro Kopf. Vielleicht ist es die Sehnsucht nach einfachen Gerichten, vielleicht auch einfach der Trend zum Kuchenbacken. Immerhin: Die Preise bleiben, anders als man es vielleicht erwartet hätte, stabil. Jahrelange Preisverträge machen dem schnellen Zocken an der Kasse einen Strich durch die Rechnung. Für viele bleibt aber ein ungutes Gefühl – wie wird das kommende Osterfest in den Küchen wohl aussehen, wenn keine Eier mehr da sind? Vermutlich österlich improvisiert.

Kurz vor dem Osterfest stehen die Zeichen in Deutschlands Supermärkten auf Knappheit – und ausgerechnet Eier werden zur Mangelware. Grund dafür sind strauchelnde Produktionsbedingungen infolge von Geflügelseuchen wie Vogelgrippe und dem überraschenden Wiederauftauchen der Newcastle-Krankheit. Während die Nachfrage nach Eiern mit 252 Stück pro Kopf im vergangenen Jahr einen neuen Rekord markierte, sorgen fest vereinbarte Jahrespreise dafür, dass zumindest beim Eierpreis keine wilden Ausschläge drohen. Ergänzend berichten verschiedene Quellen, dass auch steigende Produktionskosten, Engpässe beim Futtergetreide und zunehmende Umstellungen auf besonders tierfreundliche Haltungsbedingungen als Faktoren für die knappe Versorgungslage diskutiert werden. Hinzu kommt die schwierige wirtschaftliche Lage vieler Betriebe, die durch Inflationsdruck und gestiegene Energiekosten zusätzlich belastet sind.

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