Führungslücken und der Preis der Unverbindlichkeit: Warum Chefs und Firmen auf der Stelle treten

Hamburg – Hinter der glänzenden Fassade vieler Unternehmen brodelt es: Führung bleibt oft im Alltäglichen stecken, strategische Ansätze fehlen. Statt konsequenter Leitplanken regiert die Angst vor Härte, Absprachen werden verwässert oder gleich ignoriert – und am Ende brennen Chefs aus, Teams brechen auseinander. Randolph Moreno Sommer von FAIRFAMILY zeigt, wie systematische Führung Klarheit, Stabilität und Entwicklung bringt – ohne zum gefürchteten ‚harten Hund‘ mutieren zu müssen.

heute 13:10 Uhr | 1 mal gelesen

Man könnte meinen, Führungskräfte hätten mit ihren schicken Titeln alles im Griff – doch die Realität ist oft ernüchternd rau: Schlaflose Nächte, ein Dauergefühl von Stress, dazu ständige Stolpersteine im Umgang mit dem eigenen Team oder daheim am Esstisch. Erstaunlicherweise ist es dabei nur selten die bloße Arbeitslast oder fehlende Motivation, die dieses Kartenhaus ins Wanken bringt. Es ist vielmehr ein diffuses Missverständnis von Führung: Der Drang, es allen recht machen zu wollen – manchmal fast zu freundlich, ausweichend, konfliktscheu. Sätze wie „Ich will ja fair sein“ oder „Bloß nicht zu hart werden, sonst läuft mir das Team weg“ klingen sympathisch, sind aber ein Bumerang: Entscheidungen werden verzögert, klare Vereinbarungen fehlen, bei Verstößen bleibt alles folgenlos. Für einen Moment scheint das bequem, doch die Rechnung kommt. Die Führungskraft geht im Klein-Klein unter, trägt alles auf den eigenen Schultern und schafft es nie, das große Ganze zu sehen. Die Konsequenz: Überforderung, schleichende Demotivation im Team und eine Art lähmende Trägheit in der ganzen Organisation. Randolph Moreno Sommer von FAIRFAMILY und seine Kolleg:innen beobachten dieses Phänomen besonders in mittelständischen Betrieben. Führung wird dort oft als lästige Nebenaufgabe betrachtet, anstatt als Rückgrat der Unternehmenskultur. Es fehlen klare Strukturen, Rollen wirken unscharf definiert, und Zuständigkeiten verwischen – so wird Führung zur Einbahnstraße, stets zulasten der Verantwortlichen, die schließlich als Feuerwehrmänner und -frauen für alles herhalten müssen. Felix Anrich, ebenfalls von FAIRFAMILY, spricht von einer Art informellem Puzzle, bei dem zwar jeder Einzelne seine Aufgaben kennt, aber niemand so recht weiß, was eigentlich die Folgen sind, wenn Erwartungen nicht eingehalten werden. Das führt zu einer gefährlichen Dynamik: Die Engagierten gehen über ihre Grenzen, andere dümpeln im Dienst nach Vorschrift – und am Ende verabschieden sich Talente ganz aus dem Unternehmen. Was braucht es dagegen? Die schlichte, oft unterschätzte Klarheit: Ein strukturiertes System, das Erwartungen und Konsequenzen nachvollziehbar regelt. Forderungen werden ausgesprochen und sind nicht bloß Wunschdenken, sondern sie sind mit transparenten Folgen verankert. Das nimmt Druck aus dem Kessel, schafft Orientierung und ermöglicht echte Entwicklung. Interessant dabei: Konsequenzen bedeuten nicht Strafe, sondern Wertschätzung für das gemeinsame Ziel. Sie ermöglichen es, Konflikte frühzeitig aufzugreifen und konstruktiv zu lösen, statt sie unter den Teppich zu kehren. Unternehmen, die dies beherzigen, erleben einen Wandel: Die Organisation stagniert nicht länger, Führung bleibt handlungsfähig, und das Team wächst mit seinen Aufgaben, statt über sie zu stolpern. Der Schlüssel: Kein aufgesetzter Aktionismus, sondern eine systematische Verankerung von Rollen, Werten und Abläufen. Wer dabei Unterstützung sucht, kann auf die Erfahrung von FAIRFAMILY bauen – das Team um Sommer und Anrich begleitet Unternehmen durch den Prozess, setzt nachhaltige Leadership-Ausbildung und etabliert neue Routinen, die Burnout verhindern und echtes Wachstum ermöglichen.

Viele Betriebe kämpfen laut FAIRFAMILY-Berater Randolph Moreno Sommer nicht mit zu viel Arbeit, sondern mit fehlender Führungsklarheit und -konsequenz. Wenn Führungskräfte Konflikte vermeiden, Erwartungen nicht einfordern und Konsequenzen ausbleiben, resultiert das in Überlastung, Demotivation und Stagnation. Ein strukturiertes Führungsmodell, das transparente Konsequenzen und Verantwortlichkeiten festlegt, kann Teams entlasten, Motivation steigern und Unternehmen wieder voranbringen. – In weiterführenden Analysen und aktuellen Artikeln rücken auch andere Medien das Thema Führungskultur ins Zentrum: Die Süddeutsche berichtet aktuell über neue Ansätze für mehr Flexibilität in der Arbeitswelt, die FAZ widmet sich der Frage, wie Führung durch klare Kommunikation und Digitalisierung gestärkt werden kann, und auf Zeit Online steht die Bedeutung von Führungssicherheit in unsicheren Zeiten im Fokus. Zudem zeigen neue Umfragen auf, dass Burnout auch 2024 weiterhin ein massives Problem bei Führungskräften darstellt, was die Dringlichkeit konsequenter, gleichzeitig aber menschlicher Führungsprinzipien unterstreicht.

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