Brüssel schaut genau hin: Goldwind aus China im Fokus wegen Windkraft-Deals

Goldwind, ein großer Name im chinesischen Windkraftgeschäft, steht jetzt auf dem EU-Radar. Die Europäische Kommission prüft, ob nicht ganz faire staatliche Zuschüsse aus China den Wettbewerb bei europäischen Windstromprojekten durcheinander bringen.

heute 13:10 Uhr | 2 mal gelesen

Goldwind – für viele bloß ein Name am Rand, aber in der Branche ein echtes Schwergewicht: In Europa ist das Unternehmen durch Vensys aus dem Saarland und diverse weitere Ableger präsent. Goldwind mischt also mit – und zwar nicht klein, sondern als Entwickler, Ausrüster und Betreiber von Windanlagen. Bereits im April dieses Jahres hatte die EU-Kommission damit begonnen, das Terrain im europäischen Windkraftsektor zu sondieren, speziell rund um Goldwind. Unternehmen wurden nach Informationen, Papieren und Details gefragt. Und siehe da: Es tauchten Spuren von Zuschüssen und Steuervorteilen auf, die Goldwinds Position im Wettbewerb wohl nicht gerade schwächen. Besonders spannend: Seit dem Sommer 2023 erlaubt eine neue EU-Verordnung genau solche Nachforschungen zu drittstaatlichen Subventionen – nicht umsonst, offenbar. Was das für Goldwind, aber auch die gesamte europäische Windenergie-Landschaft bedeutet? Noch ist alles offen – aber die Türen stehen für genauere Checks unausweichlich offen.

Die EU-Kommission nimmt aktuell gezielt den Einfluss staatlicher Subventionen aus Nicht-EU-Ländern auf den europäischen Windkraftmarkt ins Visier, wobei Goldwind aus China besonders in den Fokus rückt. Nach offiziellen Mitteilungen bestehen ernsthafte Hinweise darauf, dass das Unternehmen durch sogenannte Drittstaaten-Subventionen, wie Zuschüsse, Steuererleichterungen und begünstigte Finanzierungen aus China, im Vergleich zu Wettbewerbern Vorteile bekommen haben könnte – ein potenzieller Bruch der 2023 eingeführten EU-Verordnung zum Schutz des fairen Wettbewerbs. Laut Berichten ist Goldwind zwar ein bedeutender Player, doch die genauen Auswirkungen der Untersuchungen – etwa auf laufende Projekte, die Versorgungssicherheit oder gar übergeordnete China-EU-Wirtschaftsbeziehungen – werden derzeit von Branchenexperten, Wirtschaftsverbänden und politischen Akteuren noch kontrovers diskutiert (Ergänzung: Einige Stimmen aus der Branche fürchten, dass sich ähnliche Untersuchungen auch auf andere Bereiche mit starker chinesischer Präsenz wie Solar ausweiten könnten; außerdem beobachtet die Kommission vergleichbare Markttendenzen bisher aufmerksam, etwa im E-Auto-Sektor; jüngste Daten zeigen, dass erhöhte Importzölle und strengere Regeln die Investitionsbereitschaft großer ausländischer Anbieter tendenziell dämpfen).

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