Fusions- und Börsenwelle trotzt globalem Krisengetöse: JP-Morgan-Managerin äußert sich

Obwohl Kriegsängste, schwankende Ölpreise und eine Portion Unsicherheit in der Luft liegen, erlebt der Markt für Firmenübernahmen und Börsengänge laut JP-Morgan-Managerin Dorothee Blessing derzeit einen regelrechten Aufschwung.

19.05.26 11:04 Uhr | 16 mal gelesen

Das hat sie kürzlich gegenüber dem „Handelsblatt“ offenbart – nicht ohne Nachdruck. Dorothee Blessing, eben frisch zur Co-Leiterin der Investmentbanksparte bei JP Morgan Chase aufgestiegen, gilt nun als bedeutendste deutsche Führungskraft unter den US-Geldhäusern. "Es geht gerade wild und grenzüberschreitend zu am M&A-Markt", betonte sie und fügte ein Schmunzeln hinzu (so stelle ich es mir zumindest vor). Das gesamte globale Volumen bei Fusionen und Übernahmen klettert derzeit mit 1,9 Billionen Dollar etwa 30 Prozent über das Vorjahresniveau – ein Wert, der historisch fast an einen Rekord kratzt. Unter den vergangenen zehn Jahren ist das der zweithöchste Stand, was Blessing selbst ein wenig überrascht zu haben scheint. Wirklich trauen will sie diesem Dauerhoch allerdings nicht blind: Sie blickt zwar hoffnungsvoll auf Europa, mahnt aber gleichzeitig zur Vorsicht – denn explodierende Ölpreise könnten vor allem hierzulande unschöne Folgen nach sich ziehen.

JP-Morgan-Managerin Dorothee Blessing berichtete jüngst von einem bemerkenswerten Höhenflug im internationalen M&A-Geschehen, unterstützt durch aktuelle Daten, die den zweithöchsten Wert des letzten Jahrzehnts markieren. Während geopolitische Unsicherheiten wie der anhaltende Nahostkonflikt und die Entwicklung der Rohstoffpreise weiter für Unruhe sorgen, trägt insbesondere Nordamerika weiter zur Wachstumsdynamik bei; Sektoren wie Technologie und Gesundheitswesen gelten als besonders aktiv. Marktbeobachter weisen aber darauf hin, dass steigende Finanzierungskosten, Zinssorgen und politische Unsicherheiten das Wachstum auch schnell wieder abbremsen können – der M&A-Boom hängt also am seidenen Faden. — Aktuelle Ergänzungen aus den letzten 48 Stunden: — 1. Die Deutsche Bank berichtet von einem Rückgang der Netto-Kreditvergabe an Unternehmen, was als Zeichen vorsichtigerer Investitionen und Unsicherheit am Markt interpretiert wird (Quelle: FAZ). 2. Die Debatte um Rohstoffabhängigkeit gewinnt wieder Fahrt – mehrere Analysten warnen vor der wachsenden Instabilität der Ölpreise, die sich auf europäische Märkte verstärkt auswirken könnten (Quelle: Süddeutsche Zeitung). 3. Laut einem Bericht verzeichnen Start-ups und Wachstumsfirmen in Europa weiterhin wachsende Investments, trotz der geopolitischen Lage bleibt das Innovationsklima lebendig und offen für neue Kapitalspritzen (Quelle: t3n).

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