Fußball-WM als Starthilfe: Bitburger setzt auf Aufschwung

Bitburger glaubt, dass die kommende Fußball-Weltmeisterschaft in Nordamerika eine besondere Chance bietet: Mehr Bekanntheit, neue Marktanteile – und ein kräftiger Schub beim Absatz.

heute 09:21 Uhr | 3 mal gelesen

Nach einigen Jahren Pause ist Bitburger wieder Sponsor der deutschen Nationalmannschaft. 2018 war nach einem Vierteljahrhundert Schluss mit dem DFB; die Stimmung, sowohl sportlich als auch wirtschaftlich, passte für das Unternehmen nicht mehr – so erinnert sich Geschäftsführer Stefan Schmitz im Gespräch mit dem 'Handelsblatt'. Doch jetzt herrsche eine neue, sympathischere Atmosphäre beim Verband, so Schmitz. Interessant: Das Jahr 2025 war für viele deutsche Brauereien wohl ein Tiefpunkt. Sechs Prozent weniger verkaufte Menge branchenweit – Bitburger traf es angeblich sogar noch härter. Die allgemeine Krise, eine feiermüde Bevölkerung und der Trend zu weniger Alkoholkonsum, gerade bei jungen Leuten, setzen der Branche sichtbar zu. Früher feierte man vielleicht auch mal das dritte Bier, inzwischen ist früher Schluss, und Clubs haben es generell schwer, ihre Gäste zu halten. Immerhin: Das alkoholfreie Sortiment läuft umso besser. Ausgerechnet mit 0,0 Prozent wächst Bitburger am stärksten – und das gleich zweistellig, sowohl was Stückzahlen als auch Umsatz angeht. Die neue Idee: Weg vom klassischen Bierimage – alkoholfrei soll erfrischend positioniert werden, gesünder als Softdrinks, vielleicht sogar konkurrenzfähig mit Apfelschorle. Eine interessante Neuausrichtung, finde ich persönlich, denn wer hätte vor ein paar Jahren geglaubt, dass sich alkoholfreies Bier zur Lifestyle-Alternative mausert?

Bitburger sieht in der Rolle als wiedergewonnener Partner der Nationalmannschaft große Chancen, die eigene Sichtbarkeit und Marktposition zur Fußball-WM deutlich zu steigern. Besonders alkoholfreie Biere geben Anlass zur Hoffnung, denn während der Gesamtbiermarkt weiter schwächelt, legt das Segment ohne Alkohol kräftig zu – Bitburger ist optimistisch, diese Entwicklung auch durch ein verändertes Image auszubauen. Überraschend: Gerade die sinkende Ausgehlaune und gesundheitsbewusste junge Zielgruppen führen zu einem grundlegenden Umdenken – Ausweg könnte ein alkoholfreies Bier sein, das als vollwertiges Erfrischungsgetränk mit Softdrinks und Schorlen konkurriert. Ergänzend: Die Braubranche in Deutschland blickt weiterhin besorgt auf den Konsumtrend – die Biernachfrage stagniert oder sinkt, auch weil Gastronomen und Kneipen unter Personalmangel und steigenden Kosten leiden. Trotzdem investieren führende Brauer in Marketing, neue alkoholfreie Sorten und saisonale Kampagnen, die besonders jüngere Erwachsene ansprechen sollen. Laut neuesten Branchenberichten verstärken auch Events wie die Fußball-EM oder internationale Turniere den Fokus auf Markenbekanntheit, wobei immer mehr auf digitale Werbekanäle und crossmediale Kooperationen gesetzt wird.

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