Deutschlands Forschungslandschaft profitiert zunehmend vom Zuzug internationaler Spitzenleute, besonders aus den USA. Bis Anfang Juni 2025 wurden laut Ministerium fast 300 hochqualifizierte Forscher aus aller Welt nach Deutschland geholt, was auf gezielte Programme und ein attraktives Arbeitsumfeld zurückzuführen ist. Neuere Berichte, etwa aus der taz und von der Süddeutschen, bestätigen die wachsende Besorgnis unter amerikanischen Wissenschaftlern angesichts politischer Unsicherheiten in den USA und heben den Stellenwert der Wissenschaftsfreiheit in Deutschland als entscheidendes Argument für einen Wechsel hervor. Dazu kommt, dass andere europäische Länder sich ebenfalls bemühen, von Trumps restriktiver Wissenschaftspolitik zu profitieren. Allerdings werden Fragen zur Nachhaltigkeit dieser Entwicklung laut: Können kurzfristige Programme tatsächlich den „Brain Gain“ sichern, wenn etwa Bürokratie oder Fremdenfeindlichkeit steigen? Und inwiefern reagieren deutsche Hochschulen flexibel auf die neuen internationalen Kolleginnen und Kollegen?
heute 09:21 Uhr