Der 10. April markiert bundesweit den Tag der Geschwister – ein Datum, das die Deutschen Kinderhospiz Dienste nutzen, um darauf hinzuweisen, dass Unterstützung für kranke Kinder auch immer ihre Geschwister einschließt. Lavin, die große Schwester der einst schwerkranken Lia, ist so ein Beispiel: Sie fand Halt in einer spezialisierten Geschwistergruppe, den "Löwenbande", und lernte dort andere Kinder kennen, die ähnliches erleben. Was häufig übersehen wird: Die gesunden Geschwister kämpfen oft mit Unsichtbarkeit, Sorge und eigenen Ängsten – sie sind selten das zentrale Thema. Eine Mutter erzählt offen, wie der Begriff ‚Hospiz‘ ihr anfangs Angst machte, heute ist sie froh, ihn neu mit Leben – und Hoffnung – gefüllt zu haben. Entscheidend sei für sie, dass auch die gesunden Kinder Räume bekommen, in denen sie nicht einfach zurückstecken müssen. Das Engagement der Kinderhospizdienste reicht jetzt schon bundesweit ambulant und bald auch stationär – Frankfurt plant das erste eigene stationäre Kinderhospiz für 2029. In solchen Einrichtungen können Familien einfach mal Luft holen, und besonders die Geschwister haben die Chance, ihre Gefühle kreativ und begleitet auszudrücken. Es ist nicht nur die medizinische Versorgung, sondern die Begleitung als ganzer Mensch, die hier zählt – und die vermeintlichen Nebenschauplätze, wie Geschwisterarbeit, machen für viele Familien den entscheidenden Unterschied. Unterstützung kommt durch Spenden, Ehrenamt und immer neue Projekte, die das Dunkelfeld der betroffenen Familien sichtbar machen. Am Ende wünschen sich die Kinderhospizdienste, gar nicht Helden zu sein, sondern einfach nötig.
Die Arbeit der Deutschen Kinderhospiz Dienste zeigt, wie wesentlich es ist, die gesamte Familie zu begleiten – besonders die Geschwister, die sonst oft im Schatten stehen. In Deutschland gibt es bundesweit bislang vor allem ambulante Unterstützung, doch mit der geplanten Eröffnung eines stationären Hospizes in Frankfurt wird die wichtige Begleitung intensiviert und ermöglicht bedrohten Familien dringend benötigte Auszeiten. Die Nachfrage wird voraussichtlich noch steigen: Schätzungsweise 100.000 Familien könnten bundesweit Unterstützung benötigen. Laut einer Recherche der taz wird nicht nur die psychische Gesundheit der Geschwister gestärkt, sondern auch das familiäre Miteinander langfristig gefestigt. Neuere Diskussionen betonen, dass der gesellschaftliche Diskurs um Tod und Trauer offener werden muss – denn Informationen und konkrete Hilfe entlasten Familien spürbar (Quelle: taz). Die Süddeutsche hebt hervor, dass das Ehrenamt in der Kinderhospizarbeit unverzichtbar bleibt und von einer wachsenden Professionalisierung geprägt ist (Quelle: Süddeutsche Zeitung). Zudem diskutiert die FAZ, wie die Öffentlichkeit erst nach und nach erkennt, wie sehr die Geschwisterthematik zur psychischen Resilienz beiträgt und warum Initiativen wie eigene Gruppen und Workshops einen nachhaltig schützenden Effekt entfalten (Quelle: FAZ).