Der Knackpunkt: Nur knapp weniger als die Hälfte aller analysierten Marken wird von der Bevölkerung als wirklich zukunftsfähig eingestuft. Gerade mal zwölf Prozent landen auf den vorderen Plätzen, ein nicht unerheblicher Teil dümpelt im Mittelfeld. Und erschreckend – bei neun Unternehmen sehen die Leute laut Befragung erheblichen Nachholbedarf in Sachen Zukunftssicherheit.
„Viele Transformationen wirken wie interne Planspiele. Aber letztlich zählt, wie draußen draufgeschaut wird und ob es greifbar ist“, meint Niklas Schaffmeister von Globeone. „Die eigentliche Feuerprobe für Zukunftsfähigkeit ist der Reality-Check von außen.“
dm dominiert das Feld, andere Branchen schwächeln
Unangefochtener Spitzenreiter: dm. Ebenfalls vorne: Deutsches Rotes Kreuz, Rossmann, Siemens Healthineers und Fielmann. Auf dem letzten Platz, wenig schmeichelhaft: Deutsche Bahn, Bild und Vonovia.
Die Analyse verrät enorme Branchenunterschiede: Handels-, Technologie- und Medizintechnikunternehmen schlagen sich wacker, während die Immobilien-, Medien- und Finanzbranche klar hinterherhinkt. Beunruhigend: Gleich drei Immobilienfirmen landen ganz hinten und viele Marken verschiedenster Branchen erreichen nicht einmal 50 von 100 Punkten.
Emotion schlägt Rationalität – oder auch nicht
Im Mittel kommen die Unternehmen auf 59,2 Punkte. Besonders interessant: Emotionale Kriterien, wie Inspiration und Zugehörigkeit, sind der neuralgische Punkt. Kaum eine Marke schafft es aktuell, neben Funktionalität auch Herz und Vision zu transportieren. Gleichzeitig steigen Unternehmen dann auf, wenn sie als kompetent UND gesellschaftlich akzeptiert gelten.
„Nichts bleibt, wie es ist. Vertrauen ist unglaublich zerbrechlich, und die alten Platzhirsche schwinden langsam von der Bildfläche“, resümiert Globeone-Partner Simon Aschermann.
Konsumentennähe gibt den Ausschlag
Gerade Handelshäuser wie dm, Rossmann oder Fielmann überzeugen – Nähe und Relevanz machen’s. Tech-Marken punkten bei Leistung, schwächeln jedoch emotional. Konsumgüter sind beliebt durch hohe Sichtbarkeit, während klassische Industrieszweige mehr durch Fortschritt und Qualität herausragen, aber emotional kaum verankert sind.
Banken, Versicherer und insbesondere Medien- und Immobilienkonzerne bleiben blass und können Ihre Einzigartigkeit und Nahbarkeit kaum vermitteln.
Studie mit breiter Datenbasis liefert Richtungsweiser
Die Untersuchung stützt sich auf Antworten von 5.838 Personen, darunter 158 große Unternehmen und Marken, bewertet nach 30 Teilaspekten. Der FRI prüft die Zukunftsfähigkeit anhand drei Feldern, und nur wer in allen Disziplinen überzeugt, gilt als wirklicher Gewinner. Das Ranking bietet Führungskräften eine datenbasierte Navigationshilfe, um ihre Marke auf Kurs zu bringen – auch als Fingerzeig für Kommunikation und Personalentwicklung. Wer den eigenen Score wissen will, kann die Resultate bei Globeone einsehen.
Kurz: Die Spreu trennt sich gerade vom Weizen – und aussieht, als hätte der Handel die Nase vorn, während Immobilienunternehmen gewaltigen Aufholbedarf haben.
Kontakt: Dr. Niklas Schaffmeister
Tel: 01637272908
niklas.schaffmeister@globe-one.com
Weitere Infos: Globeone Originalmeldung
Weniger als die Hälfte der deutschen Unternehmen betrachtet die Bevölkerung derzeit als langfristig zukunftssicher, wie die aktuelle Globeone FRI-Befragung 2026 zeigt. Unternehmen punkten besonders dann, wenn sie sowohl technische Leistungsfähigkeit als auch gesellschaftliche Akzeptanz vereinen – zentrale Schwachstelle bleibt jedoch vielfach die emotionale Bindung und Inspiration. Branchen wie Handel, Technologie und Medizintechnik werden als Vorreiter empfunden, während Immobilien, Finanzen und Medien mit Reputations- und Vertrauensverlusten kämpfen. Laut einer aktuellen Recherche gibt es branchenübergreifend anhaltende Herausforderungen: So berichten mehrere Medien, dass selbst große Namen wie die Deutsche Bahn oder Bild zunehmend an Glaubwürdigkeit verlieren – die öffentliche Wahrnehmung von Zukunftskompetenz driftet besonders im Zuge geopolitischer Unsicherheiten und digitaler Umwälzungen weiter auseinander. Die Bedeutung von Unternehmensführung, Innovationsfähigkeit sowie nachhaltiger Transformation wächst rasant; dabei sind Glaubwürdigkeit, offene Kommunikation und ein nach außen gerichteter Reality-Check laut Globeone entscheidende Faktoren. Gleichzeitig ist etwa im Einzelhandel entscheidend, den Menschen Orientierung, Haltung und Inspiration zu bieten, wie die Studienergebnisse und Experteninterviews belegen. Die Methoden der Datengewinnung, etwa eine breite repräsentative Befragung und differenzierte Indikatoren, bieten dabei fundierte Einblicke und eine solide Vergleichsgrundlage. Ausblick: Führungsetagen müssen künftig stärker darauf achten, neben Innovation auch emotionale Identifikationsmöglichkeiten zu schaffen, denn reine Funktionalität reicht für eine langfristige Zukunftsfähigkeit nicht mehr aus.