Stühlerücken im ukrainischen Verteidigungsministerium: Fedorow muss gehen

Im Zuge einer umfassenden Kabinettsreform verliert Mychailo Fedorow das Amt des Verteidigungsministers der Ukraine – ein Schritt, der Zeichen setzen soll und für viel Unruhe sorgt.

heute 21:23 Uhr | 2 mal gelesen

Mychailo Fedorow hat sich per Telegram von seinem Verteidigungsminister-Posten verabschiedet. Fast schon gewohnt nüchtern, listete er im selben Atemzug stolz seine Errungenschaften auf: Innovationen, organisatorische Strukturen, der unermüdliche Kampf gegen den russischen Aggressor – das zieht sich wie ein roter Faden durch seine Bilanz. Trotzdem: Plötzlich muss er seinen Hut nehmen – fast könnte man Mitleid bekommen, doch Fedorow bleibt kämpferisch. Vielleicht klingen Abschiedsworte auf Telegram mittlerweile so routiniert wie Wetteransagen, doch die Lage ist alles andere als gewöhnlich: Präsident Selenskyj lässt die Regierung umkrempeln, auch Ministerpräsidentin Julia Swyrydenko fliegt raus. Am Dienstag nickte das Parlament den kollektiven Rücktritt der Regierung ab. Für Außen- und Verteidigungsministerium nimmt Selenskyj traditionell politische Vorschlagsrechte wahr – die Personalien sind also keineswegs zufällig. Medien zufolge wird der bisherige Innenminister Ihor Klymenko den Verteidigungsposten übernehmen. Dass er auf Fedorow folgt, scheint auch auf die politischen Spannungen innerhalb des Kabinetts hinzuweisen. Es bleibt abzuwarten, ob die Umbildung der Regierung tatsächlich neue Impulse setzt – oder doch nur alte Muster reproduziert. Persönlich bin ich hin- und hergerissen: Ist das kalkuliert clevere Erneuerung oder eher Schachern im Hinterzimmer?

Die ukrainische Regierung befindet sich derzeit in einem radikalen Umbruch. Nach anhaltender Kritik und wachsendem Druck – nicht zuletzt wegen schleppender Reformen und militärischer Herausforderungen – hat Präsident Selenskyj eine umfassende Kabinettsumbildung angestoßen. Neben Verteidigungsminister Fedorow und Ministerpräsidentin Swyrydenko mussten fast alle Regierungsmitglieder zurücktreten. Neues Personal, etwa der designierte Verteidigungsminister Ihor Klymenko, werden als Zeichen für frischen Wind und erhöhte Effizienz interpretiert – die Erwartungen sind hoch, doch bleibt Skepsis. Aktuelle Analysen betonen, dass die Regierungsreform nicht nur der Verbesserung der militärischen Führung dienen soll, sondern auch als Botschaft an internationale Partner bezüglich der Entschlossenheit zu umfassenden Veränderungen zu verstehen ist.

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