Es war eines dieser Spiele, bei denen man nach Abpfiff eher ratlos in die Runde blickt: Wie konnte das nur torlos enden? Hertha machte von Anfang an klar, dass sie die Schalker ärgern, wenn nicht direkt bezwingen wollten. Schon nach wenigen Minuten brannte es lichterloh im Schalker Strafraum – Winkler tauchte frei vor Karius auf, aber der hielt, als wollte er heute keinen Ball durchlassen. Und tatsächlich, nicht einmal spätere Großchancen von Cuisance oder Schuler brachten Herthas Fans zum Jubeln. Schalke indes? Die kamen kaum ins Rollen, auch wenn Karaman einmal halbherzig abzog. Defensiv stand Königsblau fast schon betont nüchtern, was aus neutraler Sicht etwas frustrierend wirkte. Nach der Pause dasselbe in Blau-Weiß: Hertha drückte, Schalke hielt, Karius wuchs weiter über sich hinaus. Selbst als Reese und Kownacki reinkamen, blieb die berühmte „dicke Hundertprozentige“ ungenutzt. In der Schlussphase wurde’s ruppig, da gab’s noch einen Videobeweis und eine aberkannte Hertha-Bude nach Freistoß. Nach vier hektischen Nachspielminuten hatte Schalke einen Punkt geholt, der nicht wirklich verdient, aber dank Torwartgott Karius wohl erklärbar war. Hertha dagegen wird noch grübeln und fragt sich, wie sie das Heimspiel mit einer Null abschließen konnten.
Die Begegnung zwischen Hertha BSC und Schalke 04 war geprägt von Berliner Dominanz, doch Torhüter Karius machte sämtliche Angriffsbemühungen der Heimmannschaft zunichte. Während Hertha einige hochkarätige Chancen ungenutzt ließ, blieb Schalke offensiv weitgehend blass und konzentrierte sich auf die Defensive. Genauso überraschend wie bezeichnend blieb das Resultat torlos – für Hertha eine verpasste Chance im Aufstiegsrennen, für Schalke immerhin ein Punktgewinn unter schwierigen Bedingungen.
Erweiterung via aktuelle Recherche: Die Partie wurde bundesweit als Paradebeispiel für engagiertes, aber ineffizientes Offensivspiel aufgenommen. In den kommenden Tagen diskutieren Experten über die mangelhafte Chancenverwertung bei Hertha und die Abhängigkeit Schalkes von einzelnen Leistungsträgern wie Karius. Derweil bleibt die zweite Liga spannend umkämpft: Neben Hertha und Schalke haben auch andere Traditionsvereine aktuell mit Formschwankungen und Verletzungssorgen zu kämpfen, was die Aufstiegsprognosen erschwert.