Jana Schimke, frisch zur Hauptgeschäftsführerin des Dehoga-Bundesverbandes ernannt, hat der „Redaktionsnetzwerk Deutschland“ offen geschildert, wie düster die Lage aktuell ist. Drei Viertel der Betriebe sehen sich mit Konsummüdigkeit konfrontiert – offenbar drückt der Iran-Krieg massiv auf die Stimmung der Gäste. Fast die Hälfte der Unternehmen meldet Stornierungen: In Hotels sogar deutlich häufiger als in klassischen Restaurants. Schimkes Fazit klingt eher wie ein Alarmruf aus der Küche – um sie herum nur Krisenstimmung und Frust. Die Ursachen sind vielschichtig und knallen mit voller Breitseite in die ohnehin geschwächte Branche: 90 Prozent berichten über steigende Energie- und Spritkosten, 86 Prozent über teurere Lebensmittel. Logistik, die lange unauffällig ihren Dienst tat, ist inzwischen für viele ein weiteres Sorgenkind – acht von zehn Betrieben fühlen steigenden finanziellen Druck bei Transport und Lieferung. Unterm Strich ergibt sich ein Umsatzrückgang von über 5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Gäste sparen, lassen das Dessert stehen oder meiden den Abend im Restaurant gleich ganz. Die Stimmung? Ernüchternd, um nicht zu sagen frostig.
Die aktuelle Entwicklung unterstreicht, wie sehr äußere Krisen – in diesem Fall der Iran-Krieg – das Konsumverhalten in Deutschland massiv beeinflussen. Die Unsicherheit schlägt sich nicht nur in leeren Tischen, sondern auch in handfesten Mehrkosten nieder; Preissteigerungen bei Energie und Lebensmitteln machen der Branche das Leben schwer. Während die Dehoga-Hauptgeschäftsführerin insbesondere den Rückgang beim Umsatz und die Zurückhaltung der Gäste betont, zeigen auch aktuelle Recherchen, dass die Branche vor einem strukturellen Wandel steht: Viele Betriebe befürchten eine dauerhafte Verschiebung der Gästegewohnheiten. Trotz aller Schwierigkeiten gibt es vorsichtige Töne der Hoffnung, denn einzelne Regionen und Betriebe berichten von neuen Ideen, um Gäste zu binden – etwa mit kreativen Angeboten oder regionalen Kooperationen. Dennoch, der Gesamttrend bleibt eindeutig: Die Branche steht unter massivem Druck und blickt mit Sorge in die nahe Zukunft.