Justizministerin Hubig macht sich stark für eine Vorgabe, nach der Tankstellen nur noch einmal am Tag die Preise erhöhen dürfen – ein Jahr mindestens, möglichst aber länger. Sie sieht darin vor allem einen Vorteil für Verbraucher, die sich auf stabilere Preise einstellen und ihren Tankzeitpunkt besser abwägen können. Die finale Umsetzung liegt beim Wirtschaftsministerium; die umstrittenen Tankrabatte der Vergangenheit hält sie hingegen für wenig wirkungsvoll. Neuere Debatten rund um steigende Spritpreise sind auch in Deutschland entbrannt, nachdem die Ölpreise nach jüngsten politischen Unsicherheiten in Nahost spürbar angezogen haben. Laut aktuellen Berichten fordern auch Verbraucherschützer mehr Transparenz und fordern, dass die Mineralölkonzerne stärker in die Pflicht genommen werden. Gleichzeitig warnt der ADAC vor Nachteilen für kleinere Tankstellen, die dadurch möglicherweise weniger flexibel auf Marktveränderungen reagieren können. Wirtschaftsexperten diskutieren, ob eine Preisdeckelung tatsächlich zu mehr Wettbewerb führt oder möglicherweise das Gegenteil bewirken könnte. Die Maßnahme steht in der Kritik, langfristig Innovationen im Markt zu behindern und könnte zu Preisanpassungen an anderer Stelle führen.