Dröge verteidigt Meyer im Wirbel um virales Hagel-Video

Die Grünen-Fraktionschefin Katharina Dröge springt ihrer Kollegin Zoe Mayer zur Seite, die wegen des Teilens eines alten Videos vom CDU-Politiker Manuel Hagel in Kritik geraten war. Dröge kritisiert die Art, wie die Debatte auf Mayer umgelenkt wurde anstatt auf Hagels Aussagen selbst.

heute 06:17 Uhr | 3 mal gelesen

Dröge fand deutliche Worte: "Eine schiefe Botschaft – da macht ein Mann einen Fehler, aber öffentlich an den Pranger gestellt wird die Frau, die es publik macht? So läuft grundlegend was falsch. Das ist eben das falsche Signal an all die Frauen da draußen, vor allem an junge Frauen, wenn sie erleben: Wer sexistische oder zweideutige Worte anspricht, gilt plötzlich selbst als 'problematisch'." Besonders merkwürdig, weil Hagel längst zugegeben habe, dass seine damalige Bemerkung daneben war (er nannte sie 'Mist'). "Mehr braucht man dazu fast nicht sagen", ergänzte Dröge.

Im Kern des Streits steht ein vergessen geglaubtes, acht Jahre altes Interview mit CDU-Mann Hagel, in dem seine Aussagen als unangemessen empfunden werden – er selbst hat sie inzwischen als wenig klug abgetan. Neu entbrannt ist die Diskussion jedoch um Zoe Mayer, die das Video noch einmal postete und sich nun statt Hagel harscher Kritik ausgesetzt sieht. In aktuellen Medien wird die Aktion vor allem als Symptom behandelt: Ein altes Muster, in dem die Frau, die Sexismus anspricht, ins Visier gerät, wohingegen der Mann, der ihn (früher) äußerte, vergleichsweise glimpflich davonkommt. Recherchen zeigen: Das Thema schlägt derzeit in vielen Blättern hohe Wellen, nicht nur wegen des konkreten Anlasses, sondern als Lehrstück für Diskursverschiebungen in Sachen Gleichstellung und politischer Öffentlichkeit. Weitere Details aus meiner Internetrecherche: Der Fall reiht sich ein in eine größere Debatte über Sexismus in Politik und Medien, die laut taz aktuell immer wieder aufflackert und viele junge Politikerinnen in den sozialen Netzwerken belastet. Die CDU ringt unterdessen um ihre Außendarstellung, Hagel selbst versucht Schadensbegrenzung und betont, dass er seine Worte bereue. In den sozialen Medien ist das Echo geteilt – viele verteidigen Mayer, während andere ihr politisches Kalkül unterstellen, was auf ein grundsätzlich polarisiertes Klima in der Öffentlichkeit hindeutet.

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