Im Kern des Streits steht ein vergessen geglaubtes, acht Jahre altes Interview mit CDU-Mann Hagel, in dem seine Aussagen als unangemessen empfunden werden – er selbst hat sie inzwischen als wenig klug abgetan. Neu entbrannt ist die Diskussion jedoch um Zoe Mayer, die das Video noch einmal postete und sich nun statt Hagel harscher Kritik ausgesetzt sieht. In aktuellen Medien wird die Aktion vor allem als Symptom behandelt: Ein altes Muster, in dem die Frau, die Sexismus anspricht, ins Visier gerät, wohingegen der Mann, der ihn (früher) äußerte, vergleichsweise glimpflich davonkommt. Recherchen zeigen: Das Thema schlägt derzeit in vielen Blättern hohe Wellen, nicht nur wegen des konkreten Anlasses, sondern als Lehrstück für Diskursverschiebungen in Sachen Gleichstellung und politischer Öffentlichkeit. Weitere Details aus meiner Internetrecherche: Der Fall reiht sich ein in eine größere Debatte über Sexismus in Politik und Medien, die laut taz aktuell immer wieder aufflackert und viele junge Politikerinnen in den sozialen Netzwerken belastet. Die CDU ringt unterdessen um ihre Außendarstellung, Hagel selbst versucht Schadensbegrenzung und betont, dass er seine Worte bereue. In den sozialen Medien ist das Echo geteilt – viele verteidigen Mayer, während andere ihr politisches Kalkül unterstellen, was auf ein grundsätzlich polarisiertes Klima in der Öffentlichkeit hindeutet.
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