Inflation in Deutschland geht weiter zurück: Juni bei 2,3 Prozent

Im Juni hat sich das Preisniveau für Verbraucher in Deutschland weiter beruhigt. Nach aktuellen Schätzungen des Statistischen Bundesamts liegt die Inflationsrate jetzt bei nur noch 2,3 Prozent.

30.06.26 14:23 Uhr | 2 mal gelesen

Gerade noch im Mai lag die Inflation bei 2,6 Prozent – im Vergleich dazu sind die Lebenshaltungskosten im Juni sogar um 0,3 Prozent gefallen. Spannend dabei: Die sogenannte Kerninflation, also die Teuerungsrate ohne schwankende Bereiche wie Energie und Lebensmittel, steht gleichbleibend bei 2,5 Prozent – schon irgendwie bemerkenswert, wie wenig sich das gerade verändert. Die Energiepreise wiederum spielen ihr eigenes Spiel: Trotz politischer Unsicherheiten im Nahen Osten und dem viel diskutierten Tankrabatt zahlt man für Strom und Sprit 3,4 Prozent mehr als vor einem Jahr. Nahrungsmittel hingegen bewegen sich kaum – ein Plus von nur 0,4 Prozent, das fühlt sich für viele beim Wocheneinkauf vermutlich gar nicht so klein an. Dienstleistungen sind noch ein extra Thema: Die Preise hier sind um 3,1 Prozent gestiegen. Lässt sich schwer sagen, wie das die gefühlte Inflation beeinflusst, aber irgendwie ist Inflation doch immer ein bisschen auch Kopfsache.

Die jüngsten Inflationszahlen zeigen: In Deutschland entspannen sich die Verbraucherpreise weiterhin – aber nicht überall spürbar gleich. Energie bleibt teuer, während Nahrungsmittel-Preise fast stagnieren. Überall ist zu lesen, dass die Entwicklung insbesondere für die Geldpolitik der Europäischen Zentralbank von Bedeutung sein könnte, da sie weiterhin auf Zinssenkungskurs verweilt. Aktuellen Medienberichten zufolge gibt es aber auch Stimmen, die angesichts steigender Dienstleistungspreise nicht von einer echten Entwarnung sprechen möchten. Nach neuesten Daten wurde in einigen EU-Ländern ebenfalls eine Inflationsabschwächung beobachtet, was den Trend stützt, Deutschland ist aber vergleichsweise moderat unterwegs.

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