INSA-Umfrage: Leichte Gewinne für Union und SPD, AfD weiter vorne

Union und SPD schneiden in einer aktuellen INSA-Befragung etwas besser ab – doch die AfD bleibt deutlich auf Platz eins.

vor 58 Minuten | 2 mal gelesen

Laut einem Bericht der 'Bild am Sonntag' konnten sowohl die Union als auch die SPD in der jüngsten Erhebung des Meinungsforschungsinstituts INSA ein kleines Plus verbuchen. Die Union erreicht damit aktuell 22 Prozent, was einem Zuwachs von einem Prozentpunkt entspricht. Das gleiche Plus kann die SPD für sich reklamieren und kommt dadurch auf 13 Prozent. Zusammengerechnet sind das 35 Prozent – trotzdem immer noch satte zehn Punkte weniger, als die beiden Parteien zusammen zuletzt bei der Bundestagswahl 2025 erzielt hatten. Die Grünen stehen wie gehabt stabil bei 14 Prozent und die Linke fällt leicht auf 10 Prozent zurück. Interessant – und vielleicht auch ein kleiner Weckruf für die anderen Parteien: Die AfD bleibt mit 29 Prozent die stärkste Kraft in der Umfrage und liegt deutlich vor der Union. FDP und BSW dümpeln weiterhin bei schwachen 3 Prozent und hätten es damit nicht in den Bundestag geschafft. Die übrigen Parteien teilen sich zusammen 6 Prozent der Wählergunst. Berücksichtigt wurden in der Umfrage die Antworten von insgesamt 1.203 Menschen, befragt zwischen dem 8. und 12. Juni 2026. Man fragt sich unweigerlich, ob diese Tendenzen das politische Klima auf längere Sicht verändern werden – ein bisschen Unruhe schwingt jedenfalls mit.

Union und SPD können laut aktueller INSA-Umfrage geringfügig an Zustimmung gewinnen, wobei die AfD weiterhin mit klarem Vorsprung führt. Im Vergleich zum Bundestagswahlergebnis von 2025 liegen beide Parteien jedoch gemeinsam immer noch deutlich zurück, während FDP und BSW nach wie vor über der 5-Prozent-Hürde scheitern würden. Hintergrund hierfür ist laut Analysen verschiedener Medien die anhaltende Unzufriedenheit vieler Wählerinnen und Wähler mit der aktuellen Regierung sowie das gestiegene politische Gewicht der AfD, die vor allem mit Themen wie Migration, Wirtschaft und Sicherheit punktet. Darüber hinaus spielen wachsende Sorgen um den Wirtschaftsstandort Deutschland und Zukunftsfähigkeit der Parteien eine wichtige Rolle für das Wahlverhalten. Betrachtet man die Entwicklung der letzten Wochen, bleibt offen, ob die Etablierten ihr Profil schärfen oder neue Wege einschlagen müssen, um verlorenes Vertrauen zurückzugewinnen.

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