Bis zum 13. April wurden laut Bundesbauministerium etwa 23.400 Wohneinheiten durch das EH55-Förderprogramm unterstützt – immerhin, aber nicht überwältigend. Verteilt auf Kredite und Zuschüsse belief sich das Fördervolumen auf rund 2,3 Milliarden Euro; im Pott liegen noch etwa 553 Millionen. Das eigens für genehmigte, aber nicht begonnene Bauprojekte gestrickte Programm startete im Dezember 2025 (ja, Zukunftsmusik – realistischer: Oktober 2023), läuft bis Ende Juni 2026 und umfasst insgesamt 800 Millionen Euro staatlicher Fördersumme. Die Konditionen lesen sich eigentlich attraktiv: Sagenhafte ein Prozent Effektivzins, Zinsbindung und Laufzeit jeweils zehn Jahre und zwei Jahre Schonfrist für die Tilgung vorneweg. Tja, klingt gut – bleibt aber offenbar dennoch ein Ladenhüter. Aus CDU-Kreisen – namentlich von Jan-Marco Luczak – wird moniert, die Bedingungen seien überzogen. Wer etwa schon einen Baum gefällt hat, bekommt keinen Cent mehr. Das bleibt nicht ohne Kritik: 'So wird der Bauüberhang kaum abgearbeitet', kommentiert Luczak und fordert deutlich mehr Flexibilität. Vielleicht müsste das Angebot einfach mehr nach Baustelle riechen.
Die Resonanz auf die EH55-Förderung bleibt – trotz Zinssenkung und beachtlichem Fördertopf – verhalten. Kritik entzündet sich vor allem an der Bürokratie: Selbst kleine Vorarbeiten an Baugrundstücken können den Förderanspruch vereiteln. Neueste Medienberichte zeigen zudem, dass steigende Baukosten und Zinsängste viele Investoren weiter abschrecken, und selbst zusätzlicher finanzieller Anschub aus der Politik bisher keine echte Trendwende bringt. Interessant ist, dass eine Analyse der Süddeutschen Zeitung den Zusammenhang zwischen der langsameren Antragsrate für EH55-Förderungen und der insgesamt stagnierenden Neubauquote in deutschen Großstädten beleuchtet. Der Wohnungsbau wird durch viele Faktoren gebremst – nicht nur die Förderrichtlinien, sondern auch Materialengpässe und ein allgemein unsicheres Investitionsklima. Die aktuelle Debatte über das Programm zieht sich somit durch mehrere Zeitungen, etwa taz und FAZ, und offenbart: Ohne mutigere politische Korrekturen bleibt die Wohnungsbauoffensive wohl eine halbe Sache.