Der Automatisierungsexperte BD Rowa startet ein neues Kapitel in Sachen Wartung: Statt wie bisher auf fest vorgegebene Wartungsintervalle zu setzen, nutzt das Unternehmen jetzt einen Mix aus Maschinendaten, künstlicher Intelligenz und CRM-Systemen, um genau zu erkennen, wann Eingriffe erforderlich sind. Das klingt erst einmal fast zu schön, um wahr zu sein, aber der Gedanke dahinter ist recht klar – warum sollte eine Maschine gewartet werden, wenn alles reibungslos läuft? Der herkömmliche Ansatz, bei dem einmal im Jahr der Techniker kommt, ist damit passé. Der Fokus liegt jetzt auf punktgenauem Service: Die Systeme melden sich gewissermaßen selbst, wenn Handlungsbedarf besteht, was für Apotheken vor allem eines bedeutet – weniger Überraschungen, weniger Stillstand.
Dominik Ebbers, der verantwortlich ist für Service-Strategie bei BD Rowa, bringt es auf den Punkt: "Wir verlassen uns nicht mehr darauf, was der Kalender vorschlägt, sondern lassen die Maschinen selbst sprechen." Tatsächlich ist das ein Paradigmenwechsel, denn viele Apotheken verlassen sich tagtäglich auf die Technik. Wer schon mal erlebt hat, wie eine defekte Medikamenten-Ausgabe den Betrieb lahmgelegt hat, weiß, wie nervenaufreibend das werden kann.
Mit dem Fokus auf frühzeitige Fehlererkennung und gezielte Wartung will Rowa zwei Dinge erreichen: maximale Verfügbarkeit und bestmögliche Kundenbetreuung. Das Unternehmen baut hierbei auf seine langjährige Erfahrung bei Robotik-Systemen für Apotheken, Krankenhäuser und die Pharmaindustrie – ein Feld, in dem Ausfälle richtig ins Geld gehen können.
Kleine Randnotiz: 900 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter arbeiten am Standort Kelberg daran, neue Maßstäbe für die Medikamentenlogistik zu setzen. Man merkt, hier möchte jemand Apotheken nicht nur innovativer, sondern auch widerstandsfähiger machen. Mehr Informationen gibt es unter rowa.de.
BD Rowa führt eine smarte, datengetriebene Wartung für Apotheken-Automaten ein. Mit diesem Schritt werden klassische, zeitbasierte Wartungspläne durch ein System ersetzt, das den tatsächlichen Zustand und Bedarf analysiert, um Wartung präzise und effizient zu gestalten. Dadurch können ungeplante Ausfälle stark reduziert und der operative Alltag in Apotheken spürbar reibungsloser organisiert werden.
Nach ergänzender Recherche ist zu ergänzen: Condition-Monitoring und KI-gestützte Wartungskonzepte sind inzwischen nicht nur im Healthcare-Bereich, sondern auch in Branchen wie der industriellen Produktion oder dem Schienenverkehr auf dem Vormarsch. So wurden etwa auf der diesjährigen Hannover Messe verschiedene Start-ups ausgezeichnet, die ähnlich datengetriebene Predictive-Maintenance-Lösungen für Maschinen anbieten. Besonders vor dem Hintergrund des Fachkräftemangels und der gestiegenen Anforderungen an die Versorgungssicherheit setzen immer mehr Unternehmen auf Sensordaten und Big Data, um Servicepersonal gezielt einzusetzen und Wartung effizienter zu machen. BD Rowa setzt mit seinem neuen Service-Modell also auf einen Trend, der in den nächsten Jahren weiter an Bedeutung gewinnen dürfte.