Iran: Expertenrat entscheidet sich für Nachfolger Khameneis

Staatsmedien im Iran berichten, dass der mächtige Expertenrat schon einen neuen Obersten Führer bestimmt hat. Offiziell ist allerdings noch nichts.

08.03.26 11:12 Uhr | 14 mal gelesen

Ungeachtet aller Gerüchte haben die Nachrichtenagenturen Mehr und Isna am Sonntag durchblicken lassen, dass die Wahl des nächsten Oberhaupts der Islamischen Republik im Grunde gelaufen ist. Offenbar hat das Gremium der 88 islamischen Rechtsgelehrten hinter verschlossenen Türen bereits abgestimmt. Viel hängt nun an Hosseini Bushehri, dem Chef des Expertenrat-Sekretariats – er hält das Ergebnis noch unter Verschluss. Interessanterweise wurde in den letzten Tagen immer wieder Modschtaba Khamenei als möglicher Nachfolger ins Spiel gebracht – also der Sohn des verstorbenen Ali Khamenei. Die Dynamik im Iran wirkt dabei plötzlich fast wie ein Familiendrama, obwohl es aus westlicher Sicht auch an politische Intrigen erinnert. Israel greift schon jetzt rhetorisch vor und droht allen Kandidaten offen mit Konsequenzen, falls sie das mächtigste Amt des Landes übernehmen.

Die Frage um die Nachfolge des – laut Medienberichten – kürzlich getöteten Obersten Führers beschäftigt derzeit nicht nur Iran, sondern auch den ganzen Nahen Osten. Die Wahlentscheidung, bisher noch nicht offiziell bestätigt, wirft ein Licht auf die enge Verflechtung von Religion, Politik und Familienstrukturen im Iran. Neue Entwicklungen zeigen zudem, wie angespannt die internationale Lage ist: Die israelische Regierung hat signalisiert, dass selbst der Nachfolger Khameneis im Fadenkreuz stünde. Stand heute gibt es noch keine eindeutige Ansage dazu, ob und wann die Wahl öffentlich gemacht wird. Hinzu kommt: Die Rolle des Expertenrats bleibt weiterhin schwer durchschaubar – ob am Ende doch Modschtaba Khamenei das Amt übernimmt oder sich eine völlig neue Figur an die Spitze schiebt, steht noch in den Sternen. Nach Recherchen bei großen Nachrichtenportalen wurde die Wahl bislang nicht überall bestätigt – und zahlreiche Stimmen raten zu Skepsis, was die wahrheitsgemäße Darstellung in den Staatsmedien angeht. Außerdem bleibt abzuwarten, wie sich ein möglicher Machtwechsel auf die Bevölkerung und die aktuelle geopolitische Spannungslage auswirkt.

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