Manchmal erzählt ein Fußballspiel mehr, als es bloße Zahlen vermuten lassen. Japan und Schweden lieferten sich in der letzten Gruppenpartie einen kleinen Nervenkitzel, bei dem vorerst niemand einen entscheidenden Fehler machen wollte. Die erste Halbzeit schlich beinahe ereignisarm dahin, kaum ein Funke, kaum eine Szene, die im Gedächtnis blieb. Dann – endlich Bewegung nach der Pause: Daizen Maeda stocherte das Leder in der 56. Minute für Japan über die Linie, eher unspektakulär, aber umso wichtiger. Doch Schweden, irgendwie routiniert stoisch, fand schnell die passende Antwort. Innerhalb von sechs Minuten stellte Anthony Elanga mit einem sehenswerten Schlenzer alles wieder auf Null, Assist übrigens von Gyökeres, der den Ball gefühlt aus der Tiefe herauf beschwor. Danach – viel Kampf, wenig Ertrag, beide Teams lauerten, keiner riskierte alles. Am Ende plötzlich Gewissheit: Japan bleibt Zweiter, Schweden rückt als einer der besten Gruppendritten in die nächste Runde auf. Randnotiz: Die Niederländer schlugen Tunesien relativ souverän mit 3:1 und behaupteten damit mit leichter Hand Platz eins. Für die Nordafrikaner war ohnehin kein Platz mehr im Konzert der Besten, während die Niederlande demnächst auf Marokko trifft. Vielleicht hätte das Drehbuch ein anderes verdient, vielleicht aber auch nicht.
Mit dem 1:1 gegen Schweden hat sich Japan in einem defensiv geprägten Spiel den zweiten Platz in Gruppe F gesichert und steht damit sicher in der K.O.-Phase der WM. Schweden, das mit dem späten Ausgleich einen Rückschlag vermied, gehört zu den besten Gruppendritten und darf weiter auf den Titel hoffen – ein häufiges Phänomen unter 'schwer einzuschätzenden' Teams dieser Turniere. In der Parallelbegegnung behaupteten die Niederlande mit einem 3:1 ihren Gruppensieg, während Tunesien bereits vorab ausgeschieden war. Inzwischen wird diskutiert, dass die Defensive und die schnelle Reaktionsfähigkeit auf Rückschläge zu den Erfolgsfaktoren der Japaner zählen, während Schweden auf eine stabile junge Generation setzt, die mitunter noch nach Konstanz sucht. Weitere tagesaktuelle Details: Die japanische Nationalmannschaft wird für ihre Disziplin und Laufbereitschaft gelobt, der japanische Trainer betont die Anpassungsfähigkeit des Teams; schwedische Medien hadern dagegen mit ausgelassenen Chancen, loben aber Moral und Kampfbereitschaft. Hinter den Kulissen der Niederländischen Mannschaft brodelt indes die Erwartungshaltung – bleibt abzuwarten, wie sich die Dynamik im Achtelfinale gegen Marokko entwickelt.