Karlsruher SC triumphiert spät – zwei Tore in letzter Sekunde gegen Fürth

Mit einem dramatischen Schlussspurt dreht Karlsruhe das Spiel gegen Greuther Fürth und gewinnt verdient 3:1.

heute 20:56 Uhr | 5 mal gelesen

Was für ein Kuriosum in der Zweiten Liga: Erst in der Nachspielzeit platzt endgültig der Knoten für den KSC. Dabei starteten die Gäste aus Fürth gar nicht mal schlecht. Noel Futkeu nutzt nach wenigen Minuten einen abgeprallten Ball eiskalt – der Ball zischt hoch unter die Latte, Führung Fürth. Karlsruhe wirkte zu Beginn fahrig, fast, als würden sie dem frühen Rückstand mental hinterherlaufen. Aber Fußball ist ja manchmal auch einfach Kopfsache. Aus der Halbzeit kommt der KSC wie ausgewechselt: Rafael Pinto Pedrosa staubt direkt ab und sorgt so früh für die Rückkehr des Glaubens ans eigene Können. Es entwickelt sich ein offener Schlagabtausch, bei dem man schnell das Gefühl bekommt: Hier könnte es in beide Richtungen kippen. Doch die Erlösung lässt auf sich warten – bis weit in die Nachspielzeit. Dann klatscht das Stadion regelrecht aus dem Sattel: Shio Fukuda krönt eine wahnwitzige Kombination über Franke und Schleusener zum 2:1 (93. Minute). Fast schon ein Tor wie aus dem Chaos gemalt. Die Gäste taumeln – Schleusener setzt in der Nachspielzeit nach Konter noch einen drauf (97.), nachdem Wanitzek blitzschnell schaltet. Endstand: 3:1. Für den KSC riecht’s nach Stabilität im Tabellenmittelfeld, während Fürth trotz couragiertem Auftritt wieder mal mit leeren Händen dasteht. Nächste Woche steht die nächste Chance an – aber erstmal müssen beide Teams wohl durchschnaufen. Noch ein Blick nach Norden: Hannover setzt sich im Niedersachsen-Duell gegen Braunschweig knapp durch. Ein Kopfball von Nawrocki macht früh den Unterschied – die zweite Halbzeit gehört zwar lange Braunschweig, aber der späte Ausgleich bleibt (natürlich, was auch sonst?) aus. Selbst als es nach Wiederanpfiff raucht und die Partie minutenlang ruht: Hannover bringt das Ding mühselig, aber entschlossen, zu Ende.

Konkret: Karlsruhe schlägt Fürth durch zwei späte Tore und behauptet sich im Mittelfeld der 2. Bundesliga. Fürth hatte kurz die Nase vorn, ließ sich am Ende aber vom griffigen KSC die Butter vom Brot nehmen. Der Derby-Sieg von Hannover über Braunschweig fällt knapp, aber verdient aus – entscheidend sind Effizienz und defensive Disziplin. Ergänzend: Der KSC hatte sich seit Wochen nach Konstanz gesehnt; dieser Sieg könnte als Initialzündung für den Rest der Saison dienen. Fürths Trainer sprach nach Abpfiff davon, dass seiner Mannschaft im letzten Drittel schlicht die Kaltschnäuzigkeit fehle, trotz hohem Ballbesitz. In Hannover sorgten besondere Vorkommnisse – wie eine Rauchentwicklung und eine dadurch hervorgerufene Spielunterbrechung – für Diskussionen über Fanverhalten und Sicherheitskonzepte, die dem Spielverlauf eine zusätzliche Note gaben. In den letzten 48 Stunden wurde auch in der Presse thematisiert, wie eng es gerade in der Tabelle der unteren Plätze zugeht und wie jede Partie das berühmte Zünglein an der Waage sein kann.

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