Kerosinversorgung gesichert: Schnieder wiegelt ab

Patrick Schnieder, Bundesverkehrsminister und CDU-Politiker, sieht für Deutschland keine Gefahr, dass Kerosin knapp wird.

heute 00:02 Uhr | 4 mal gelesen

Patrick Schnieder hat gegenüber dem Redaktionsnetzwerk Deutschland klargestellt: 'Das eigentliche Problem liegt beim Preis, nicht bei der Kerosinversorgung.' Laut ihm sind hierzulande genügend Raffinerien in Betrieb, die den Bedarf decken. Anderswo – etwa in Fernost – könne die Situation anders aussehen, was dann auch Auswirkungen auf Ticketpreise und verfügbare Flüge haben könnte. Ob man lieber nach Rügen statt nach Bali fliegen sollte? Darauf ließ Schnieder sich nicht festlegen. Urlaub im Inland sei durchaus schön, zum Beispiel in der Eifel, wo er selbst herkommt, aber als Minister werde er keine konkreten Empfehlungen aussprechen. (Kleiner Einschub: Ist doch irgendwie bezeichnend, wie selten Politiker wirklich Farbe bekennen, wenn’s ums Private geht.)

Schnieder betont, dass Deutschland, trotz gestiegener Kerosinpreise, weiterhin eine sichere Versorgung mit Flugzeugtreibstoff hat – was für den Flugverkehr elementar ist. Die Unsicherheiten beim Kerosin beziehen sich eher auf die asiatische Region, wo Versorgungsengpässe möglich sind und dadurch die Flugpreise steigen könnten. Laut Medienberichten diskutieren derzeit allerdings Fachleute verstärkt darüber, wie volatil die internationalen Kerosinmärkte tatsächlich sind und ob zunehmender globaler Konkurrenzdruck mittel- bis langfristig doch neue Herausforderungen für Europa bringen könnte. Experten warnen zudem, dass geopolitische Spannungen und schwankende Ölpreise sich rasch auf die Flugbranche auswirken könnten. Auch wird hinterfragt, inwiefern die Debatte um nachhaltigen Flugtreibstoff und die Umstellung auf synthetische Alternativen die Lage verändern könnte.

Schlagwort aus diesem Artikel