Thorsten Frei, der CDU-Kanzleramtsminister, stellt sich eine an das steigende Lebensalter gekoppelte Lebensarbeitszeit vor und verweist auf den kommenden Bericht der Rentenkommission im Juni. Seine Sicht: Es brauche mehr als nur automatisches Hochsetzen des Rentenalters – technologische Innovationen und bessere Arbeitsbedingungen könnten es ermöglichen, gesünder und flexibler im Berufsleben zu bleiben. Aktuell steht die Rentenpolitik unter massivem Druck wegen der alternden Bevölkerung, steigenden Ausgaben der Rentenkasse und wachsender gesellschaftlicher Unsicherheit bezüglich der Zukunftsfähigkeit des Systems. Interessant ist zudem, dass immer mehr Erwerbstätige Überlegungen anstellen, freiwillig länger im Job zu bleiben – auch, weil die Nachfrage nach erfahrenen Kräften steigt, wie Studien zeigen. Laut aktuellen Medienberichten steigen zudem die Erwartungen an eine neue Rentenreform – der Richtungsstreit zwischen mehr privater Vorsorge und staatlicher Umlagefinanzierung wird hitziger. Zudem drängen Verbände darauf, nicht nur die Lebensarbeitszeit, sondern auch flexible Übergänge und individuelle Belastungen stärker zu berücksichtigen.