CSU warnt vor Kürzungen bei Gesundheitsreform auf Kosten der Sparziele

Alexander Hoffmann, Vorsitzender der CSU-Landesgruppe, hat die Ampel-Koalition nachdrücklich davor gewarnt, die geplanten Einsparungen aus der Gesundheitsreform durch Änderungen zu gefährden. Im Gespräch mit dem 'Focus' betonte er: "Uns geht’s um beides – höchste Qualität in der Behandlung und stabile Krankenkassenbeiträge."

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Veränderungen am Reformpaket, betont Hoffmann, seien für die CSU nur tragbar, wenn sie das Finanzvolumen der Reform nicht schmälern. Ziel sei, das Paket bis Juli über die Bühne zu bekommen – ein ehrgeiziger Zeitplan. Doch Hoffmann schob hinterher, dass seine Fraktion eine gründliche, vielleicht auch etwas kritische Prüfung des Gesetzes vornehmen wolle. Die Regierungsparteien, so Hoffmann, würden sich Zeit nehmen, den Gesetzentwurf zur Reform der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) auf Herz und Nieren zu prüfen und, falls notwendig, nachzubessern. Durch diese parlamentarische Auseinandersetzung solle der Reformprozess letztlich als ausgewogen und gerecht wahrgenommen werden – zumindest ist das die Hoffnung. Erst vergangene Woche hatte das Bundeskabinett ein umfassendes Maßnahmenpaket beschlossen, das die Ausgaben im Gesundheitswesen eindämmen und die Beiträge der Versicherten stabil halten soll. Mit der Reform möchte die Bundesregierung im kommenden Jahr Einsparungen von 16,3 Milliarden Euro erreichen. Klingt nach einer stolzen Summe – aber reicht das wirklich? Mitnichten, sagen viele Experten.

Der CSU-Politiker Alexander Hoffmann pocht darauf, die Gesundheitsreform dürfe das anvisierte Einsparziel keinesfalls unterlaufen. Zu große Zugeständnisse oder Lockerungen im parlamentarischen Verfahren könnten aus Sicht der CSU schnell das Kernziel – nämlich die Dämpfung steigender Krankenkassenbeiträge – gefährden. Angesichts stetig wachsender Ausgaben, insbesondere für Krankenhausleistungen und Arzneimittel, hat das Kabinett vergangene Woche zentrale Sparmaßnahmen auf den Weg gebracht. Hoffmann macht deutlich, dass die CSU den Gesetzentwurf zwar offen, aber auch kritisch begleiten werde und insbesondere bei der Frage der Beitragsbelastung der Beitragszahler kein Nachgeben sehe. In der aktuellen politischen Debatte wird das Reformpaket von verschiedenen Seiten kommentiert – Patientenschützer fordern beispielsweise eine stärkere Berücksichtigung sozialer Aspekte, während Wirtschaftsexperten auf die Notwendigkeit weiterer Finanzierungsreformen hinweisen. Die Abstimmung im Bundestag wird damit zum Lackmustest, wie viel Stabilität am Ende tatsächlich erreicht werden kann.

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