Finanzminister Klingbeil macht ernst und mahnt die Ressorts zu einem scharfen Sparkurs, während die Haushaltslöcher milliardenschwer werden. Neben Ausgabenreduktionen werden auch Mehreinnahmen diskutiert, wobei sowohl Steuererhöhungen als auch Privatisierungen im Raum stehen – letzteres scheint aber inzwischen fast ausgeschöpft. Kritiker warnen, dass die geforderten Einsparungen soziale, wirtschaftliche und infrastrukturelle Bereiche empfindlich treffen könnten. Laut aktuellen Medienberichten (Stand Juni 2024) sind die Finanzlöcher in den kommenden Haushaltjahren das größte Haushaltsrisiko der aktuellen Regierung und offenbar immer schwerer zu schließen. Verschiedene Stimmen aus Politik und Wirtschaft warnen zudem davor, dass ein zu radikaler Sparkurs Wachstumsimpulse abwürgen könnte, während andere angesichts der Schuldenbremse kaum Alternativen sehen. Indes herrscht parteiübergreifend Uneinigkeit darüber, ob Steuererhöhungen wirklich eine akzeptable Lösung sind oder den wirtschaftlichen Neustart bremsen würden. (Verweis: www.spiegel.de, www.faz.net, www.sueddeutsche.de, Stand: 10. Juni 2024)