Der Streit über Übergewinne der Mineralölkonzerne findet aktuell wieder große Aufmerksamkeit, weil die Preise für Benzin, Diesel und Heizöl steigen und Unternehmen von den Krisen profitieren könnten. Während Klingbeil kartellrechtlich nun genauer hinschauen lassen will, gibt es unter Politikern weiterhin Streit über die richtige Herangehensweise – zwischen stärkeren Kontrollen und einer Übergewinnsteuer. Ölmultis können aber durch die aktuelle Markt- und Krisenlage ihre Preise teils deutlich anheben, was Verbraucherschützer und politische Akteure zunehmend kritisch sehen. Ergänzend dazu zeigen aktuelle Presseberichte: Zum einen stehen Unternehmen wie Shell, BP & Co. auch andernorts – etwa in Großbritannien und Frankreich – im öffentlichen Fokus, weil ihre Gewinne trotz Energiepreis-Krise (oder gerade deshalb) überdurchschnittlich hoch ausfallen. In Deutschland werden die kartellrechtlichen Prüfinstanzen bereits personell und technisch aufgestockt, um schneller Marktmissbrauch beobachten zu können. Die Debatte um Übergewinne ist auch ein Spiegel jener Unsicherheit, wie Politik und Gesellschaft Kreisläufe von Angebot, Nachfrage und Krisenprofit regulieren können, ohne Wirtschaft und Versorgung zu gefährden.
13.04.26 19:05 Uhr