Die Koalition hat sich schweren Herzens auf ein Paket verständigt, das einige der festgefahrensten Streitpunkte der vergangenen Wochen regelt. Die GEAS-Reform bringt mit sich, dass Geflüchtete in Deutschland zukünftig bereits früher arbeiten dürfen – ein Aspekt, der auch von Arbeitgeberverbänden positiv aufgenommen wird, da er Integration fördert. Das Tariftreuegesetz zielt indes darauf ab, Mindeststandards beim Lohn auch bei öffentlichen Aufträgen verbindlich zu machen, wobei Einmallieferungen von den Regularien nun ausgenommen sind – erhofft wird sich dadurch vor allem weniger Bürokratie. In aktuellen Berichten auf www.dw.com, www.spiegel.de und www.zeit.de zeigt sich: Die Debatte um die GEAS-Reform ist Europa-weit hoch umstritten, da sie einerseits gemeinsame Standards für Asylverfahren schaffen soll, andererseits schärfere Grenzkontrollen und schnellere Abschiebungen vorsieht. Arbeitnehmerverbände begrüßen die Einigung beim Tariftreuegesetz, warnen aber zugleich vor Schlupflöchern. Apropos Grundsicherung und Heizungswende: Auch in diesen Fragen läuft der politische Hase derzeit besonders schnell, angesichts drohender Fristen und wachsender öffentlicher Ungeduld.