Kraftstoffpreise steigen spürbar – Diesel so teuer wie seit Monaten nicht mehr

In München sorgt die jüngste Entwicklung an den Zapfsäulen für lange Gesichter: Vor allem Diesel ist binnen einer Woche deutlich teurer geworden und erreicht den höchsten Stand seit April 2024. Auch Super E10 kletterte preislich spürbar nach oben, von so hohen Preisen war zuletzt vor beinahe einem Jahr die Rede.

heute 13:49 Uhr | 1 mal gelesen

In dieser Woche ziehen die Kraftstoffpreise in Deutschland spürbar an. Während der Barrelpreis für Rohöl der Sorte Brent aktuell um die 67 US-Dollar liegt – ein Hauch niedriger als noch vor sieben Tagen –, bleibt die Freude an der Tankstelle aus. Der Euro hat gegenüber dem US-Dollar weiter nachgegeben, was importierte Energie für uns teurer macht. ADAC bemängelt vor allem den gestiegenen Dieselpreis: Mit durchschnittlich 1,721 Euro pro Liter kratzt er am Höchststand seit April, während Super E10 mit 1,748 Euro je Liter nur geringfügig teurer ist. Dass Diesel trotz um etwa 20 Cent geringerer Energiesteuer kaum günstiger ist als Benzin, stößt beim Automobilclub auf Unverständnis. Die ohnehin knappe Differenz zwischen Diesel und Benzin könnte laut ADAC deutlich größer sein, gäbe es nicht saisonale Faktoren wie die Heizöl-Nachfrage zur kühlen Jahreszeit. Wer sparen will, sollte übrigens abends tanken – dann sind die Preise im Schnitt um etwa 13 Cent je Liter günstiger als morgens. Zur besseren Orientierung beim Spritsparen empfiehlt sich die ADAC-App „ADAC Drive“ oder die Preisübersicht auf www.adac.de/tanken.

Viele Autofahrende spüren zurzeit erneut den kräftigen Anstieg der Spritpreise – ein Ärgernis, das durch starke saisonale Effekte, die schwache Gemeinschaftswährung Euro und die Sondersituation am Rohölmarkt noch verstärkt wird. Laut ADAC gibt es insbesondere für den derzeitigen Diesel-Preis wenig nachvollziehbare Rechtfertigung, denn trotz niedrigerer Energiesteuern liegt Diesel fast auf gleicher Höhe mit Super E10. Auch der ADAC empfiehlt, die Tageszeiten beim Tanken im Auge zu behalten, um nicht unnötig draufzuzahlen; die abendlichen Preisnachlässe von rund 13 Cent pro Liter können in Summe einen Unterschied machen. Ergänzend meldet die taz, dass auch internationale Entwicklungen wie die geopolitische Lage am Nahen Osten die Preisentwicklung beeinflussen (Quelle: taz). Die Süddeutsche Zeitung betont, dass die Nachfrage nach Heizöl durch die kältere Witterung klassische Preisspitzen treibt und so nicht nur Autofahrer, sondern auch Haushalte trifft (Quelle: Süddeutsche Zeitung). Der Spiegel ergänzt, dass mittelfristig keine Entspannung bei den Kraftstoffpreisen zu erwarten sei, zumal auch die CO2-Abgabe weiter eingeschränkt wirke (Quelle: Spiegel).

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