Friedrich Merz besucht derzeit drei wichtige Länder auf der arabischen Halbinsel, um die wirtschaftlichen und politischen Beziehungen auszubauen. Wirtschaftliche Kooperation und Energiepartnerschaften stehen klar im Fokus – insbesondere nach dem jüngsten Abkommen der CDU-Wirtschaftsministerin Reiche mit Saudi-Arabiens Energieminister über eine engere Zusammenarbeit. Ganz aktuell wird allerdings auch der wachsende Druck auf Deutschland thematisiert, Menschenrechtsfragen offensiver anzusprechen, während die Regierung nach alternativen Energiequellen sucht und außenpolitische Spannungen in der Region zunehmen. In der deutschen Presse wird betont, dass Merz' Reise vor allem vor dem Hintergrund des Ukraine-Kriegs und der gestiegenen Energiepreise zu sehen ist; gleichzeitig werden Skepsis und gemischte Gefühle gegenüber engen Partnerschaften mit Staaten mit problematischen Menschenrechtssituationen geäußert. Viele Analysten unterstreichen, wie wichtig es ist, den Balanceakt zwischen wirtschaftlicher Vernunft und politischer Integrität zu meistern, besonders da das Thema Nachhaltigkeit in der Region immer mehr an Bedeutung gewinnt. Zusätzlich sorgt der Export von Rüstungsgütern in diese Länder immer wieder für Kontroversen, was den politischen Hintergrund der Reise komplizierter macht.