Im Kern verlangt Fiedler einen Kurswechsel: Der Schutz von Bahnmitarbeitenden muss über wirtschaftlichen Interessen stehen, insbesondere in Zeiten, in denen die Zahl brutaler Attacken zunimmt. Dass externe Sicherheitsdienste herangezogen werden, hält er für einen Fehler – stattdessen müsse die Bundespolizei die Oberaufsicht bekommen und die Prozesse so steuern wie an Flughäfen. Der tödliche Angriff auf Serkan C. unterstreicht die Dringlichkeit, bestehende Sicherheitsstrukturen nicht nur zu prüfen, sondern energisch nachzubessern. Ergänzend berichten verschiedene Medien darüber, dass Angriffe auf Zugpersonal in den letzten Jahren sprunghaft gestiegen sind und Gewerkschaften wie die EVG schon länger ein schärferes Vorgehen fordern. Diskutiert werden zudem technische Lösungen wie Fahrgastüberwachung oder Notrufsysteme, wobei Datenschutzbedenken und praktische Umsetzung oft zu Bedenken führen. Außerdem zeigen aktuelle Umfragen unter Bahnangestellten, dass fast jeder zweite Beschäftigte Übergriffe erlebt hat – ein Umstand, der die Debatte um die Verantwortung von Bahnunternehmen und Staat erst recht anheizt.