Schon bei der Begrüßung schwang ein Hauch von Zukunftsoptimismus durch die Aula: Schulleiter Johannes Segerath stellte klar, hier säßen keine Mitläufer, sondern ambitionierte junge Leute, die für sich und die Branche neue Perspektiven schaffen möchten. Auch Kölner Bürgermeisterin Brigitta von Bülow ließ es sich nicht nehmen, die Bedeutung von Ausbildung und Gastgebertum hervorzuheben – insbesondere, weil Köln seit jeher als freundliche Gastgeberstadt gilt. Blickt man auf die Teilnehmerinnen und Teilnehmer, wurde schnell klar: Hier wird die systemgastronomische Zukunft in echter Teamarbeit geschmiedet, mit Auszubildenden von bekannten Unternehmen wie McDonald’s, NORDSEE oder L’Osteria, aber auch vielen anderen.
Die Wettkampf-Aufgaben, die auf der fiktiven Kette „Grainstation“ beruhten, hatten es in sich: Theoriefragen, Produktentwicklung, Mitarbeitercoaching und der berühmte Feinschliff bei der Präsentation von Müslibowls brachten manches Team ganz schön ins Schwitzen. Zehn Finger, wenig Zeit, viel Präzision – und natürlich die alles entscheidende Zusammenarbeit. Gerade im praktischen Teil zeigte sich, wie wichtig klare Absprachen sind. Kurios: Während einige besonders Spaß an der komplizierten Lagerkontrolle fanden, kämpften andere regelrecht mit Prozentrechnung oder der perfekten Präsentation.
Erwähnenswert: Es kamen sogar österreichische Auszubildende nach Köln, für die der Teamcup zu einer echten Tradition geworden ist. Nicht zu vergessen der besondere Moment, als ehemalige Teamcup-Teilnehmerinnen in neuer Rolle als Jury zurückkehrten – und dabei ganz neue Einblicke in Gruppendynamik und Kommunikationskunst erhielten.
Abgerundet wurde alles von einer emotionalen Siegerehrung im KölnSky, wo Politikerinnen und Ausbilder gleichermaßen die Anstrengung und Leidenschaft der Teams würdigten. Hinterher: Endorphine, Glücksmomente und ausgelassene Feier mit Beats und Gesang. Was bleibt? Ein eindrucksvoller Beleg dafür, dass junge Menschen mit Ehrgeiz, Kreativität und Miteinander eine Branche weiterbringen können.
Der Teamcup der Systemgastronomie brachte 2026 in Köln 27 Teams mit Auszubildenden aus verschiedenen Gastronomiebetrieben zusammen und stellte sie vor praxisnahe und anspruchsvolle Aufgaben. Besonders betont wurde der Wert des Teamgeists und der Austausch über Systemgrenzen hinweg – die Veranstaltung unterstrich die Bedeutung beruflicher Ausbildung und zog sowohl junge Talente als auch ehemalige Teilnehmer, nun als Jury, in ihren Bann. Laut Branchentickern stehen Nachwuchsförderung, die Sichtbarkeit dualer Ausbildung sowie nachhaltige Personalentwicklung aktuell auch in anderen Teilen der Gastronomie im Fokus, denn vielerorts werden neue Wettbewerbs- und Förderformate diskutiert, um dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken; außerdem lässt sich beobachten, dass das Bewusstsein für Teamarbeit und Diversität in Ausbildungsbetrieben und bei Entscheidern wächst.