Gleich vorneweg: Es ist schon bemerkenswert, wie die Zahlen bei der LBS Süd in die Höhe schießen – vor allem, wenn es um Bauspardarlehen geht. Im letzten Jahr lag das Neugeschäft bei Krediten insgesamt bei rund 3,2 Milliarden Euro, der Großteil davon tatsächlich Bauspardarlehen (etwa 1,8 Milliarden Euro). Man könnte fast meinen, das klassische Bausparen feiert plötzlich sein Revival, gerade weil viele jetzt – angesichts unsicherer Zinslandschaften – den festgeschriebenen Zinssatz schätzen lernen. Allerdings: Fast die Hälfte der Kredite ging an Schuldentilgungen. Auch das spricht Bände über die Prioritäten, nicht wahr?
Bei Neugeschäften im Bausparen: Da sieht man eine Normalisierung, ähnlich wie wenn nach einem Gewitter das Wetter wieder auf Alltag umstellt – etwa 180.000 neue Verträge mit knapp 10,6 Milliarden Euro Bausparsumme im LBS-Regionalgebiet. Der Markt ist insgesamt zwar rückläufig, die LBS Süd hielt ihren Anteil aber stabil – eine kleine Konstanz im Trubel. Die Bestände an Bauspareinlagen summieren sich auf 32,1 Milliarden.
Ein weiteres Kapitel: Immobilien. Während Neubauten weiterhin stagnieren, setzt die Erholung im Bestandsmarkt ein – durch niedrigere Preise und etwas entspanntes Zinsniveau. Über 3.300 Objekte wurden vermittelt, zusammen gut eine Milliarde Euro. Nach dem Kauf folgt häufig die energetische Sanierung. Nicht ganz trivial – und im Übrigen rückt auch die Modernisierung der Bestandsimmobilien ins Zentrum.
Die Personalentwicklung verdient einen eigenen Absatz. Die Mitarbeiterzahl stieg, was vor allem mit Regulierung und Ausbildung zu tun hat. Auffällig: Noch nie starteten so viele Azubis (69 an der Zahl) zugleich ins Berufsleben bei der LBS Süd. Auch im Führungskreis spricht man von guten Perspektiven – ein wenig Pathos schwingt da schon mit.
Seit gut über einem Jahr steht LBS Süd nun direkt unter der Aufsicht der EZB, hervorgerufen durch die Verschmelzung von LBS Südwest und LBS Bayern. Der damit verbundene Aufwand ist nicht zu unterschätzen, aber Berührungsängste? Offenbar keine. Das Technikteam leistete ganze Arbeit: Die riesige Datenfusion von Millionen Verträgen klappte erstaunlich reibungslos. Das ist keine Selbstverständlichkeit.
Finanziell betrachtet: Das Betriebsergebnis explodierte quasi von 55 auf fast 100 Millionen Euro. Klar, das Zinsumfeld macht’s möglich – allerdings wird auch offen auf die Kosten der technischen Fusion und des regulatorischen Overheads verwiesen.
Was bleibt? Große Herausforderungen am Wohnungsmarkt: Hohes Preisniveau, zu wenig Neubauten und ein enormer Sanierungsbedarf bei Bestandsimmobilien. LBS Süd sieht den Staat in der Pflicht, starke und verlässliche Förderpakete zu schnüren, etwa durch Entlastung bei der Grunderwerbssteuer für Ersterwerber. Bausparen sei das richtige Instrument, um in schwierigen Zeiten den Weg in die eigenen vier Wände doch noch zu ebnen – vorausgesetzt man bleibt am Ball und spart konsequent Eigenkapital an.
Serviceangebote rund um Energieberatung und energetische Sanierung werden weiter ausgebaut – ein Signal, wie eng das Thema Wohnen und Energiewende mittlerweile zusammenhängt.
Unterm Strich: Die LBS Süd bleibt ein Schwergewicht im Südwesten und will ihre Rolle bei der Finanzierung von Wohnträumen auch im kommenden Jahr weiter ausbauen.
Die LBS Süd verzeichnet für 2025 ein kräftiges Wachstum bei Bauspardarlehen, ein weiterhin hohes Volumen im Immobilienkreditgeschäft und sieht sich trotz branchenweiter Herausforderungen auf stabilen Beinen. Der Zusammenschluss mit LBS Bayern und die direkte EZB-Aufsicht stellen interne Meilensteine dar – von der gelungenen Datenmigration bis zu organisatorischer Neuausrichtung. Im aktuellen Umfeld bleiben hohe Kauf- und Baukosten sowie Energiestandards große Themen, doch der Markt signalisiert verhaltene Erholung, auch weil sich Zinsen stabilisieren und staatliche Maßnahmen (z.B. Bau-Turbo, energetische Fachförderungen) greifen könnten.
Neu recherchiert: Die aktuelle Debatte dreht sich weiter um die schleppende Baukonjunktur – trotz leicht steigender Baugenehmigungen bleibt die Neubautätigkeit weit unter dem politischen Ziel. Immobilienexperten sehen wachsende Nachfrage nach Modernisierungen, nicht zuletzt wegen staatlicher Förderprogramme für energetische Sanierungen und die wachsende Unsicherheit bezüglich steigender Nebenkosten. In der Finanzbranche geht der Trend zur Digitalisierung und Beratung aus einer Hand, während Banken und Finanzdienstleister versuchen, Prozesse mit Hilfe von KI und neuen IT-Lösungen effizienter zu gestalten (insbesondere bei Dokumentenmanagement und Kundenkommunikation). Bildung und Fachkräftesicherung werden zunehmend als Standortvorteil betont.