Da liegt was in der Luft: Eine aktuelle Analyse, genannt 'Handwerkskompass 2026', zeigt einen spannenden Trend im Handwerk auf. Im Auftrag des Sanierungsunternehmens Isotec hat IW Consult mehr als 600 Handwerksbetriebe unter die Lupe genommen. Viele der befragten Chefs berichten: Bessere Löhne sorgen oft dafür, dass sich mehr und bessere Fachkräfte bewerben – und das belebt die Produktivität im Betrieb. Die Untersuchung spricht sogar von einer 'Produktivitätsspirale'. Das Ganze ist aber keine Einbahnstraße. Experten wie Arbeitsmarktforscher Christian Dustmann, derzeit in London, weisen darauf hin: Nicht höhere Löhne führen zwingend zu mehr Produktivität – oft ist es vielmehr umgekehrt. Produktivere Unternehmen sind eben auch finanziell in der Lage, mehr zu zahlen. Trotzdem, das geben die Forscher zu, kann eine gute Entlohnung durchaus positive Effekte haben – etwa motivierte Mitarbeiter, die sich mit ihrem Arbeitgeber stärker identifizieren. Interessant ist außerdem: Besonders ertragreiche Firmen greifen zudem öfter zu Bonusmodellen, setzen auf Digitalisierung und organisieren Abläufe klarer. So ein bisschen ins Grübeln komme ich schon dabei – klar, mehr Lohn lockt Leute an, aber ist das immer gleichbedeutend mit mehr Leistung? Am Ende bleibt das Bild nuanciert: Geld ist wichtig, aber eben nicht alles.
Die neue Studie unterstreicht, dass im Handwerk höhere Gehälter mit einer größeren Produktivität und Wettbewerbsfähigkeit einhergehen – doch der Zusammenhang ist komplexer als er auf den ersten Blick scheint. Experten wie Christian Dustmann warnen ausdrücklich davor, eine direkte Kausalität zu unterstellen; oft ermöglichen erst die schon vorhandene Effizienz und eine durchdachte Organisation die Zahlung überdurchschnittlich hoher Löhne. Forschungsergebnisse und aktuelle Pressestimmen zeigen zudem: Digitalisierung, Strukturierung der Abläufe und der Fokus auf Fachkräftebindung spielen in erfolgreichen Handwerksbetrieben mindestens ebenso große Rollen wie das Einkommen.