Das Thema Wohnraum – knapper denn je, teurer denn je. Wer träumt nicht vom eigenen Zuhause, irgendwo zwischen lauten Baustellen und stillstehenden Kranen? Die Studie der Prognos AG schaut hier genauer hin und analysiert steuerliche Hebel, wie sie schon teils in Regierungspapieren auftauchen, die aber noch nicht konsequent genutzt werden. Drei Anreizmodelle wurden unter die Lupe genommen: von Sonderabschreibungen bis zur direkten Steuervergünstigung für Bauherren. Auffällig: Mit jedem neuen Steueranreiz rollen nicht nur mehr Bagger an, sondern stärken auch die öffentlichen Kassen durch mehr Mehrwert-, Einkommens- und Unternehmenssteuern. Bis zu 40 Milliarden Euro frisches Bau-Investment könnten jährlich aktiviert werden. Und – fast schon wundersam – es entstehen bis zu 240.000 neue Wohnungen und viele Zehntausende Arbeitsplätze gleich mit. Familien können durch Kinderboni und gestaffelte Förderquoten besonders profitieren und endlich den Sprung ins Eigentum wagen. Fazit: Die Rechnung geht oft nicht nur für Bauherren, sondern auch für den Staat auf – vorausgesetzt, die Politik traut sich, stabile und langfristige Rahmen zu setzen. Ein abschließender Gedanke: Wer weiß, vielleicht ist ein bisschen Mut zur Investition der Hebel, nach dem alle suchen?
Steuerliche Anreize, wie Sonderausgabenabzüge oder Steuerermäßigungen auf Baukosten, könnten dem erschöpften deutschen Wohnungsbau dringend benötigte Impulse geben. Die Prognos-Studie zeigt, dass der Staat durch die damit ausgelösten Steuern und eingesparten Sozialausgaben kaum ein finanzielles Risiko eingeht – teils existiert sogar ein deutlicher Überschuss. Neueste Recherchen belegen, dass der Ruf nach staatlicher Förderung im Wohnungsbau gerade lauter wird, weil private Investoren sich mit Blick auf die Baukosten zurückhalten und dringend nach Anreizen suchen. In den letzten 24 Stunden berichtete die Berliner Zeitung etwa, dass ohne solche Impulse der Neubau quasi zum Stillstand kommt. Ein Beitrag der Frankfurter Allgemeinen bestätigt, dass nach wie vor jahrzehntelang nicht genug gebaut werde, während ein Artikel in der Süddeutschen die Folgen für den Mietmarkt beleuchtet und hohen Zuzug in Städten kritisiert. Gleichzeitig warnen Ökonomen davor, Fördermaßnahmen an zu strikte ökologische Standards zu koppeln, da dies die Baukosten weiter hochtreiben könnte.