Last-Minute-Jubel: Undav schenkt DFB-Elf knappen Sieg gegen Ghana

Mit einem späten Treffer gegen tapfere Ghanaer gelingt Deutschland ein 2:1-Auftaktsieg in Stuttgart – trotz vieler holpriger Momente und zwischenzeitlicher Unsicherheit.

30.03.26 22:59 Uhr | 6 mal gelesen

Wenn man ehrlich ist, begann die Partie eigentlich ganz klassisch: deutsches Team, Heimspielatmosphäre, ordentlich Schwung in den ersten Minuten. Aber, und das ist ja typisch – aus dem anfänglichen Druck entstand erstmal wenig Zählbares. Die Ghanaer, anfangs noch ziemlich planlos unterwegs, wirkten als hätten sie die Handschuhe falsch herum angezogen. Erst ein Handspiel der Gäste bescherte der DFB-Auswahl die ersehnte Führung: Kai Havertz trat kurz vor dem Pausenpfiff zum Elfer an, und behielt trotz hörbarer Unruhe im Stadion die Nerven – 1:0. Doch wie das so oft läuft, ließ das deutsche Spiel nach der Pause ordentlich nach. Ghana wurde mutiger, cleverer, nicht mehr so überfordert wie zu Beginn. Die Quittung kam in der 70. Minute: Fatawu, fast unaufhaltsam, vollendete einen flotten Angriff über links eiskalt zum Ausgleich. Plötzlich schien das Spiel komplett zu kippen. Und dann, typisch Fußball: In der Schlussphase ein Moment der Unberechenbarkeit und Heimspielromantik – ausgerechnet Deniz Undav, bei seinem DFB-Debüt und Lokalmatador, wuchtet das Ding nach Vorarbeit von Sané und Goretzka unter die Latte (die Szene hatte was von Straßenfußball – alles eher improvisiert als einstudiert). Torhüter Asare konnte da nur noch staunen. Letztlich retten sich die Deutschen zu einem am Ende glücklichen, aber vielleicht auch verdienten Dreier. Man hätte es spannender kaum schreiben können.

Zu Beginn präsentierte sich das deutsche Nationalteam noch spielbestimmend, agierte aber oft zu umständlich. Nach dem Führungstreffer durch Havertz per Elfmeter ließ das Bemühen nach, was Ghana mit dem Ausgleich bestrafte. Erst eine späte Energieleistung von Undav rettete dem DFB einen zähen Auftaktsieg. Interessanterweise wächst der interne Konkurrenzkampf: Neben Undav drängt mit Florian Wirtz ein weiterer Kreativer ins Rampenlicht, während Bundestrainer Nagelsmann weiterhin experimentiert, um die optimale Startelf für die Europameisterschaft zu finden. Laut aktuellen Berichten aus deutschen Medien steht das DFB-Team aktuell besonders unter Beobachtung, da die Offensive zwar funktioniert, die Defensive aber weiterhin als verwundbar gilt. Zudem gibt es Stimmen, die hinterfragen, ob die Spätform des Teams für einen EM-Titel ausreicht.

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