Am 30. März 2026 rief das ehrwürdige Wiener Rathaus zur dreizehnten Verleihung des Global Peace Photo Award. Menschen aus aller Welt, Friedenskräfte und visionäre Köpfe vereinten sich, um jene Fotograf:innen zu würdigen, die mit ihrer Kamera eindrucksvoll für Verständigung und Menschlichkeit stehen.
Begleitet wurde der Festakt von einer bewegenden Rede Terumi Tanakas, Generalsekretär von Nihon Hidankyo und Friedensnobelpreisträger 2024. Er griff in seiner Keynote die ungebrochene Dringlichkeit nuklearer Abrüstung auf und schilderte die Qualen von Nagasaki aus der Sicht eines Überlebenden. Sein Appell: Atomwaffen dürfen keinen Platz auf diesem Planeten haben.
Stellvertretend für Wiens Bürgermeister führte Omar Al-Rawi durch den feierlichen Abend. Er rief dazu auf, den Frieden gegen Gewalt und Populismus zu verteidigen und Dialogräume zu schaffen – und pries die Fotograf:innen als "mutige Anwälte für Achtsamkeit und Mitgefühl“.
Den mit 7.000 Euro dotierten Hauptpreis „Peace Image of the Year 2025“ erhielt Mahdi Vaghari für das eindrückliche Foto einer jungen Iranerin: Ein Hauch von Freiheit im Wind ihrer aufwallenden Haarpracht vor dem Hintergrund flatternder Vögel – Symbol für Eigensinn und Selbstbestimmung. Durch den Schauplatz Iran erhält das Bild zusätzliche Tiefen, verweist auf weiblichen Widerstand und die Suche nach Würde im Alltagswiderstand.
Weitere Auszeichnungen gingen etwa an Fereshteh Eslahi und Diego Ibarra Sánchez. In der Kinderkategorie gewann der achtjährige Noa Hagemann aus Deutschland mit seinem Bild „Meine Schwester“ – entstanden in einem märchenhaften Moment im Zoo. Was Frieden für ihn bedeutet? „Dass alle glücklich sind und keiner streiten muss.“
Lois und Silvia Lammerhuber, die Initiatoren des Preises, betonten: Frieden ist kein Zustand, sondern ein kreatives Ringen um gelingendes, respektvolles Zusammenleben. Die Fotografien seien rhythmische Herzschläge gegen Gleichgültigkeit. Auch UNICEF Österreich hob hervor, wie besonders Kinder unter Konflikten leiden – und wie dringend sie Schutz und Hoffnung brauchen.
Im Anschluss an die Zeremonie falteten Schüler:innen Papierkraniche als universelle Friedenssymbole – inspiriert von Sadako Sasaki, deren Schicksal bis heute von der Kraft der Hoffnung erzählt.
Der Global Peace Photo Award wird durch breite Partnerschaften getragen, unter anderem mit UNESCO, internationalen Fotoorganisationen sowie NGOs und Unternehmen. Details und Siegerbilder sind online abrufbar.
Der Global Peace Photo Award 2025, ausgerichtet in Wien, hat Mahdi Vaghari für sein Werk 'No one can take my Soul' ausgezeichnet, welches als Symbol weiblicher Selbstbehauptung im Iran große Resonanz fand. Insgesamt erreichte der Wettbewerb mit über 24.000 Einsendungen aus 132 Ländern einen Rekord und verdeutlicht die internationale Reichweite von Friedensfotografie. Zusätzlich wurde die Gala von einer viel beachteten Keynote des Friedensnobelpreisträgers Terumi Tanaka geprägt, der seine Erinnerungen als Überlebender von Nagasaki mit der Forderung nach einer atomwaffenfreien Welt verband. Neben Vaghari wurden auch weitere Fotokünstler:innen, etwa Fereshteh Eslahi für 'But we were so strong' und Diego Ibarra Sánchez für 'LBN: On the roaring of the bus', geehrt; in der Kinderkategorie gewann der deutsche Noa Hagemann. Ergänzung: In aktuellen Medienberichten wird die Bedeutung von künstlerischen Friedensinitiativen, insbesondere im Kontext weltweiter Konflikte und gesellschaftlicher Spannungen, verstärkt hervorgehoben. Zahlreiche Plattformen reflektieren, wie Fotografie eine Brücke zwischen Kulturen schlagen, Zivilcourage sichtbar machen und den öffentlichen Diskurs über Demokratie, Gleichberechtigung und Menschenrechte neu befeuern kann. Insbesondere die Rolle von Frauen in Protestbewegungen, das Engagement junger Künstler:innen und die Auswirkungen internationaler Krisen auf das Alltagsleben werden dabei journalistisch vertieft beleuchtet.