Unter die Lupe genommen: Die EU-Kommission hat sich bei ihrer Untersuchung auf Mechanismen konzentriert, die Nutzer scheinbar endlos fesseln – darunter auto-abspielende Videos, das nie enden wollende Scrollen, nervige Push-Nachrichten und Algorithmen, die für maßgeschneiderte Inhalte sorgen. Dabei kam heraus: Meta prüfe nicht ausreichend, welche Folgen das auf Körper und Psyche habe – gerade für Kinder oder Gruppen, die ohnehin verletzlich sind. Viele dieser Funktionen versetzen die Leute in einen Modus, bei dem das nächste Like oder der nächste Clip zur zwanghaften Handlung wird; mit dem, sagen wir, Risiko, dass man einfach nicht mehr abschaltet. Ein pikantes Detail: Meta soll Berichte zum nächtlichen Nutzungsverhalten junger Menschen schlicht ignoriert haben – mit dem Effekt, dass bei einigen das Zeitgefühl komplett flöten geht. Die Angebote zur Angebots-Kontrolle – also Tools für das Zeitmanagement – klappen laut Kommission nicht wirklich. Sie nennen’s eher Schein-Aktionismus, weil die Einstellungen viel zu leicht zurückgenommen werden können und Eltern ohne Technik-Fachwissen sowieso aufgeschmissen sind. Die Kommission verlangt: Schluss mit Designs, die unnötig an die Plattformen ketten. Jetzt darf und muss Meta reagieren – der Ball liegt, zumindest vorläufig, erstmal auf deren Seite.
Der Konflikt zwischen regulatorischer Kontrolle und unternehmerischem Freiheitsdrang eskaliert gerade rund um Meta und seine Social-Media-Plattformen. EU-Behörden werfen Meta vor, Nutzer, speziell Jugendliche, mit auf Sucht ausgerichteten Interface-Details an die Apps zu binden – gewissermaßen ein digitaler Mechanismus wie am Spielautomaten. Neuere Berichte zeigen zudem, dass Diskussionen über Internetsucht, Datenschutz sowie die Verantwortung großer Tech-Konzerne weiter an Fahrt gewinnen und in mehreren Ländern ähnliche Debatten laufen. Noch während Meta Stellung bezieht, verschärft sich der Ton in der Politik und unter Verbraucherschützern, die grundlegende Änderungen an den Plattform-Strukturen fordern. Laut aktuellen Einblicken bemühen sich andere Tech-Giganten schon um Anpassungen, um Ärger mit Aufsichtsbehörden zu vermeiden – Meta steht hier (mal wieder) besonders unter Beobachtung.