Zuhause in den Bergen, vielleicht kennt nicht jeder das Örtchen Unken – aber Dinge bewegen sich dort: Die altehrwürdige Volksschule bekommt ein Facelift und ein kräftiges Platzplus. Kurz gesagt: Ein eingeschossiger Anbau in Holzbauweise, darin eine Zentralgarderobe und Räume für die Ganztagsbetreuung. Im bisherigen Gebäudekörper tut sich ebenfalls einiges – im Keller wird ein neuer Werkraum geschaffen, dazu ein Gang, der endlich eine direkte Verbindung zum Turnsaal herstellt. Oben, unter dem Dach, entstehen zwei zusätzliche Klassenzimmer. Praktische Sachen wie eine Fluchttreppe oder Dachgaupen fehlen dabei nicht. Nach außen hin wirkt der Zubau kaum störend. Eigentlich passt er ziemlich harmonisch zu dem, was bereits steht – vielleicht liegt das an der ruhigen Holzoptik.
Weshalb das Ganze? Nun, Unken wächst, auch die Anzahl der Kinder nimmt zu. Bürgermeister Florian Juritsch ist – verständlicherweise – stolz: "Der Ausbau ist längst fällig. Die steigenden Schülerzahlen zeigen, dass es unserer Gemeinde gut geht." Schulen fit zu halten, das sei heute einfach Pflicht, nicht so sehr Kür. Und auch Georg Grundbichler von der Salzburg Wohnbau spricht Klartext: "Wir begleiten Gemeinden von der ersten Skizze bis zum fertigen, nachhaltigen Gebäude." Nicht alles geht reibungslos, manchmal sind Kompromisse gefragt, aber an Aufbruchsstimmung mangelt es selten, wenn’s um Bildungseinrichtungen geht.
Interessanterweise steht nicht nur die reine Nutzbarkeit im Fokus, sondern auch nachhaltiges Bauen. Architekt Robert Stockklauser – Name, den man sich vielleicht merken sollte, falls man in ein paar Jahren in Unken Holzbau-Tourismus macht – betont die schlauen Details: Moderne Lernlandschaften, Räume, die atmen, und ein durchdachter Mix aus Alt und Neu. Salzburg Wohnbau hält die Fäden in der Hand, was Entwicklung und Durchführung anbelangt. Thomas Maierhofer unterstreicht: "Wir investieren nicht nur in Steine, sondern in die Zukunft. Ein moderner Lernort entsteht." Und so ganz nebenbei soll eine kleine Bücherzelle nicht fehlen, die das Bildungsangebot abrundet.
Abschließend weist Landesrätin Daniela Gutschi auf das große Ganze hin: "Gerade in ländlichen Gemeinden sind neue Schulen oder die Sanierung von Bestandsgebäuden ein essenzieller Schritt. Sie sichern Betreuung und Unterricht und stärken den Ort als Lebensmittelpunkt." Viel Pathos, aber ja, etwas Optimismus darf sein – am Ende profitieren die Kinder, Familien und Unken als Gemeinschaft.
In Unken schreitet die Modernisierung der Volksschule voran: Geplant sind ein eingeschossiger Anbau für Garderobe und Nachmittagsbetreuung sowie weitere Räume im Altbau – alles in ressourcenschonender Holzbauweise. Die Sanierung reagiert auf steigende Schülerzahlen und will die Schule fit für den modernen Unterricht machen. Neuigkeiten aus den letzten zwei Tagen zeigen, dass viele Gemeinden (nicht nur Unken) unter Druck stehen, ihre Bildungsbauten zu erneuern – unter dem Eindruck von Fachkräftemangel im Baugewerbe, anziehenden Baukosten sowie dem Ruf nach mehr Nachhaltigkeit in der Architektur. In aktuellen Berichten etwa aus Deutschland wird verstärkt auf Holz als Baurohstoff gesetzt, allerdings wird die Realisierung durch bürokratische Hürden, teure Preise und lange Planungsphasen gebremst. Vielerorts berichten Schulleitungen und Kommunen über Schwierigkeiten, Planung und Umsetzung zeitgemäßer Bauprojekte in Einklang mit den Anforderungen an Umweltfreundlichkeit und Digitalisierung zu bringen.