Neurodermitis – ein Einstiegstor?
Die Kette allergischer Erkrankungen, von Neurodermitis bis hin zu Asthma, beginnt bei manchen Kindern tatsächlich schon mit Hautproblemen. Dabei ist die Haut nicht nur eine Hülle: Sie ist eng verwoben mit dem Immunsystem und beherbergt ein eigenes Ökosystem aus Mikroben. Besonders bei Neurodermitis gerät dieses Mikrobiom durcheinander – hier breiten sich Keime wie Staphylococcus aureus oft aus. Fast schon drängt sich die Frage auf: Könnte eine gezielte Unterstützung der Bakteriengemeinschaften auf und im Körper den Verlauf von Allergien verändern?
Der Darm als Trainingsplatz fürs Immunsystem
Das, was wir täglich essen, die Luft, die wir atmen, ob wir Medikamente wie Antibiotika nehmen – all das formt das Darmmikrobiom. Dessen Bewohner stehen im engen Dialog mit Immunzellen und helfen dem Körper, zu lernen, wann etwas bekämpft und wann toleriert werden sollte. Besonders spannend sind die ersten Lebensjahre: Äußere Einflüsse können hier gewaltige Wellen im Mikrobiom schlagen. Es gibt Beobachtungen, dass Kinder, die früh häufig Antibiotika bekommen, später öfter mit Allergien kämpfen.
Lacti und Bacti: Probiotischer Booster?
Hier kommt das Produkt Lacti und Bacti ins Spiel. Es handelt sich dabei um ein gezielt konzipiertes Probiotikum, das bestimmte Bakterienstämme liefern soll, wie sie idealerweise in den ersten Lebensjahren das kindliche Mikrobiom prägen. Die Hoffnung: Ein robustes bakterielles Netzwerk im Darm schafft beste Voraussetzungen für eine kluge Immunreaktion – statt Überreaktionen, wie sie bei Allergien üblich sind. Doch Probiotika sind kein Einheitsbrei: Je nach Bakterienstamm und -kombination verändern sich auch die möglichen Effekte.
Prävention mit Bauchgefühl?
Allergien entstehen durch ein komplexes Geflecht verschiedenster Faktoren: Gene, Umwelt, Ernährung, die Hautschranke selbst und eben auch das Mikrobiom. Die Forschung bietet einen spannenden Ansatz: Könnte eine Stärkung des Mikrobioms ein Baustein künftiger Prävention sein? Das Ziel: Nicht das Immunsystem zu dämpfen oder zu „verstellen“, sondern dessen natürliche Entwicklung durch eine breite, „gesunde“ Bakterienmischung zu fördern.
Die Reise zur Balance
Die moderne Forschung stellt übrigens nicht mehr nur die Frage: Was macht uns krank? Viel wichtiger scheint inzwischen: Welche Mikroben sorgen dafür, dass unser Körper ruhig und besonnen bleibt? Genau an der Schnittstelle von Mikrobiom, Immunsystem und Vorbeugung setzt Lacti und Bacti an – und vielleicht lohnt sich ein neuer, genauer Blick auf das Bauchgefühl.
Das Zusammenspiel von Mikrobiom, Immunsystem und Allergieausprägung fasziniert Spitzenforscher wie Praktiker. In den letzten Jahren bestätigten große Studien den Zusammenhang zwischen einer artenreichen Darmflora und einem geringeren Allergierisiko bei Kindern – etwa nach Kaiserschnittgeburt oder Antibiotikatherapie. Probiotische Nahrungsergänzungsmittel wie Lacti und Bacti (Bonaval) werden inzwischen unabhängig getestet; dabei zeigt sich, dass einzelne Stämme immunmodulierende Funktionen übernehmen und teils die allergische Sensibilisierung verringern können. Dennoch ist die Forschung noch jung: Viele Studien laufen, Patchwork-Ergebnisse werden mit großen Erwartungen, aber auch begründeter Skepsis betrachtet. Aktuell empfehlen zahlreiche Expert:innen weiterhin, sich auf ausgewogene Ernährung, einen zurückhaltenden Einsatz von Antibiotika und viel Naturkontakt als Grundpfeiler einer gesunden mikrobiellen Entwicklung zu verlassen.
Recherche (Stand: heute):
1. Auf taz.de wurde berichtet, dass Allergien in Deutschland weiterhin zunehmen und die Forschung sich inzwischen verstärkt den Rolle von Umweltfaktoren und urbanem Lebensstil bei der Entstehung von Allergien zuwendet. Es wird diskutiert, ob die erhöhte Hygiene westlicher Gesellschaften und der starke Einsatz von Antibiotika einen Einfluss auf das kindliche Mikrobiom und damit auf das Allergierisiko haben (Quelle: taz.de).
2. Die Zeit befasst sich mit neuen Studien zur Prävention von Allergien durch „frühen Kontakt“ mit Bakterien und anderer Mikrobiota besonders im Säuglingsalter. Dabei werden Landkindern, deren Immunsystem häufiger mit natürlichen Erregern in Kontakt kommt, niedrigere Allergieraten attestiert. Gleichzeitig wächst die Hoffnung, dass gezielt eingesetzte Probiotika tatsächlich einen protektiven Effekt haben könnten (Quelle: Zeit.de).
3. Auf Spiegel.de erschien kürzlich ein Hintergrundbericht zu aktuellen klinischen Studien, in denen verschiedene probiotische Präparate getestet werden. Die Ergebnisse sind teils widersprüchlich; während einige Präparate das Allergierisiko leicht senken, bleibt unklar, wie viel der Effekt von Bakterienstämmen und wie viel von allgemein gesünder Lebensführung abhängt (Quelle: spiegel.de).