Mitreden erwünscht: hr startet offenes Dialogformat in Darmstadt, Kassel und Fulda

In Darmstadt, Kassel und Fulda können Bürgerinnen und Bürger bald in entspannter Atmosphäre beim Hessischen Rundfunk (hr) ihre Stimme einbringen – beim neuen Gesprächsformat "Eine Stunde reden". Das Ziel: echte Begegnungen, ehrliche Gespräche, ungefilterte Meinungen.

heute 11:17 Uhr | 1 mal gelesen

Wer Lust hat, abseits von Fernsehkameras und Social-Media-Kommentarschlachten endlich mal wieder ohne Filter zu diskutieren, sollte sich das neue Format "Eine Stunde reden" des Hessischen Rundfunks vormerken. Die Idee ist denkbar einfach: Menschen aus der Region treffen sich, reden eine Stunde lang miteinander, begleitet von einer Person aus dem hr, alles unter klaren, fairen Regeln. Keine Aufnahmegeräte, keine Zuschauer, kein höherer Sinn außer Miteinander und Zuhören. Nach der Gesprächsrunde steht ein kleiner Snack bereit – ein lockerer Ausklang, der vielleicht dazu führt, dass das Gespräch auch mal ausufert. Die Anmeldung läuft vom 15. Januar bis 1. Februar direkt auf hr.de. Die Plätze sind limitiert, was die Chance auf echte, tiefere Gespräche erhöht. Zur Auswahl stehen sieben Themenvorschläge – jeder wählt daraus seine drei Favoriten, und dann entscheidet das Los. Die Termine: In Darmstadt am 10. Februar im Bürgerhaus ‚Zum Goldenen Löwen‘, in Kassel am 18. Februar im hr-Studio, und in Fulda am 20. Februar im Konzeptkaufhaus Karl. Jeweils gibt es zwei Slots (15 und 19 Uhr), kostenfrei, offen für alle ab 16. Vorkenntnisse braucht niemand, Meinung und Neugier reichen schon. Fragen? Christian Bender vom hr ist Ansprechpartner.

Das neue Veranstaltungsangebot des Hessischen Rundfunks "Eine Stunde reden" will Raum schaffen für ehrlichen, respektvollen Austausch, fernab von Social Media-Echokammern oder Talkshowrunden. In kleinen Gruppen, moderiert vom hr, reden die Teilnehmenden eine Stunde lang über Alltagsthemen, Politik oder Gesellschaftliches – alles, was die Menschen in der Region bewegt. Interessant ist, dass solche Formate aktuell immer mehr Zuspruch in ganz Deutschland erhalten: Laut taz wird bundesweit nach Möglichkeiten gesucht, direkte Demokratie und Bürgerbeteiligung zu stärken, auch um Polarisierung und Sprachlosigkeit entgegenzuwirken. Über die letzten Tage berichten mehrere Medien von ähnlichen Initiativen, z.B. lokalen Zukunftswerkstätten oder Bürgerforen, die von öffentlicher Seite finanziell unterstützt werden (Quelle: [taz.de](https://www.taz.de)). Ebenso mahnen Parteien und NGOs, dass der demokratische Diskurs im Alltag zu kurz komme, und fordern neben Wahlen und Bürgerentscheiden einfachere Formate für den Austausch (Quelle: [Süddeutsche Zeitung](https://www.sueddeutsche.de)). Parallel beschäftigen sich Journalisten auf Perspektive Daily mit dem Thema, wie Medienhäuser ihr Publikum stärker in redaktionelle Prozesse einbinden können, um das Vertrauen in Berichterstattung zurückzugewinnen (Quelle: [perspective-daily.de](https://perspective-daily.de)).

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