Am Mittwoch empfing das Bundeskabinett Nato-Generalsekretär Mark Rutte im Verteidigungsministerium, um zentrale Fragen der Sicherheits- und Verteidigungspolitik zu besprechen. Diskutiert wurden unter anderem Gesetzesentwürfe zur Stärkung der Reservekräfte und zur beschleunigten Modernisierung militärischer Infrastruktur. Das Treffen diente zugleich als Vorbereitung auf den bevorstehenden Nato-Gipfel in der Türkei, wobei sich die Aufmerksamkeit besonders auf Deutschlands Rolle und die europäische Verteidigungsstrategie richtete. Ergänzend fanden laut aktuellen Pressestimmen Diskussionen über Finanzierungsfragen und über den Umgang mit neuen Bedrohungslagen, darunter Cyberangriffe und hybride Kriegsführung, statt. Außerdem bewerteten einige Beobachter die symbolische Bedeutung der Tagung im Verteidigungsministerium als Zeichen für einen Kurswechsel oder zumindest eine stärkere Betonung des Verteidigungsbereichs. Nicht zuletzt bleibt abzuwarten, wie sich das enge Zusammenspiel von Politik, Militärführung und internationalen Partnern in den kommenden Monaten konkret auswirken wird.